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Gründe für Übergewicht

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15. August 2008 |  von Andreas  |  Abnehmen, Ernährung  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

Wir kennen ihre Geschichte nicht, aber wir sehen sie überall, jeden Tag: übergewichtige Menschen. Mittlerweile ist die Fettleibigkeit zu einer Art Volkskrankheit mutiert. Laut einer Studie von 2006 waren 58% aller erwachsenen Männer und 42% aller Frauen in Deutschland übergewichtig. Der Prozentsatz bei untergewichtigen Männern oder Frauen lag hingegen bei nur einem Prozent. Europaweit ist Deutschland führend in der Kategorie übergewichtiger Menschen und ein Ende ist nicht in Sicht. Bereits jedes 5. Kind leidet heutzutage an massivem Übergewicht. Eine erschreckende Bilanz. Auch Österreich liegt ziemlich weit oben in der Liste der übergewichtigen Länder: österreichische Frauen landeten europaweit auf Platz 5 und die Männer auf Platz 11. Schlusslichter bilden in Italien die Frauen und in Estland die Männer. Doch woran mag es liegen, dass wir scheinbar mehr übergewichtige denn normalgewichtige Menschen in Europa haben?

Übergewichtiger Mann wird vermessen - Gesundes Abnehmen

Wesentliche Ursachen für ein Übergewicht sind beispielsweise Bewegungsmangel, genetische Faktoren, Stoffwechselstörungen, Lebensmittelunverträglichkeiten, jahrelanger Medikamentenverbrauch, aber auch Überernährung. Während unser Großeltern eine Mahlzeit mit Fleischbeilage als wahres Festessen bezeichneten, steht dieses Lebensmittel im Durchschnitt in der heutigen Zeit mehr als zwei Mal die Woche auf dem Tisch. Nicht ganz unbeteiligt sind unter anderem auch die Medien: Alkoholika, Fast-Food, Süßigkeiten und andere Knabberartikel werden wohlwollend vermarktet und auch in rauen Mengen angenommen. Aber was läuft nun bei regelmäßiger, überportionierter Nahrungsaufnahme im Körper ab?

Damit unser Körper funktioniert, benötigt er eine gewisse Menge an Energie. Wird dem Körper allerdings mehr Energie zugeführt, als er letztendlich überhaupt benötigt, werden die Energieüberschüsse in Fettreserven umgewandelt und an den typischen Stellen, wie zum Beispiel Po, Bauch, Oberschenkel und Hüften, gelagert. Gerade in den Industrieländern hat sich der Energiekonsum in den letzten 100 Jahren radikal verändert. Um das 20. Jahrhundert wurden durchschnittlich 60-70% der Nahrung durch Kohlenhydrate und 20-25% durch Fett eingenommen. Heute wird wahrhaftig das Doppelte, an die 40-45%, der gesamten Nahrungsenergie aus Fett gewonnen. Woran mag dies liegen? Was läuft im Gegensatz zu damals heute anders?
Ein weiterer nicht zu verachtender Aspekt liegt dem heutigen Kostenfaktor zugrunde: so ist es nun unumstößlich, dass ungesundere, kalorienreiche Nahrung wesentlich günstiger ist, als gesunde und vitaminreiche Lebensmittel. Auch der zunehmende Bewegungsmangel begünstigt eine Fettaufnahme und ist für Fettleibigkeit und Übergewicht geradezu typisch. In den letzten 20-30 Jahren ist der Energieanteil an Bewegung um durchschnittlich 200-400 Kilokalorien zurückgegangen. Die fehlenden körperlichen Aktivitäten bilden eine ideale Grundlage für Übergewicht, sei es nun, ob der Sport in der Freizeit fehlt, oder bei der Arbeit Bewegung nur Mangelware ist. Was die Erwachsenen den Kindern vorleben, wird auch in Zukunft zu weiteren erschütternden Zahlen beitragen. Während vor 20 Jahren noch Versteckspielen, Sackhüpfen und Rollschuhfahren die Freizeitbeschäftigungen der Kinder voll ausschöpften, zählen Computerspiele und Fernsehen heutzutage zu den meist genannten Hobbys. Im Durchschnitt sitzt heute jedes Kind durchschnittlich 26 Stunden pro Woche vor dem Fernseher, hingegen gab es diesen Luxus vor 50 Jahren noch nicht und die Bewegung und Spielaktivitäten an der frischen Luft waren die Alternativen schlechthin.
Was kann man nun tun, um nicht weiter in die Kalorienfalle zu sinken?

Als erstes sollten wir alle unseren Kindern mit gutem Beispiel vorausgehen und uns wieder mehr körperlich betätigen. Das tut nicht nur dem Körper und dem Übergewicht, sondern auch dem Geist und dem allgemeinen Wohlbefinden gut. Auch wenn in der heutigen Zeit unsere Arbeit enorm durch Maschinen und automatische Vorrichtungen erleichtert wird, so müssen wir dennoch einen Ausgleich nach der Arbeit finden – Sport mit der Familie ist die beste Lösung gegen dieses Problem und macht auch noch Spaß.
Abnehmen und den Kilos den Kampf ansagen, ist wahrlich manchmal nicht einfach, aber auch nicht unmöglich: mit ein wenig Ernährungsumstellung – beispielsweise alle weißen Nahrungsmittel meiden und mehr Vollkornprodukte verzehren – und viel Wasser oder Fruchtschorlen durch zuckerhaltige Softdrinks ersetzen, sind eine gute Grundlage und der erste Schritt in die richtige Richtung.

Wer sich nicht sicher über sein Gewicht ist oder zu Übergewicht neigt und dies ändern möchte, sollte auf jeden Fall seinen Arzt konsultieren, der unter dessen Aufsicht einen Diät – und Sportplan aufstellt, der sicherlich auf Dauer Erfolg bringen wird.

Wandern, der Sport für die ganze Familie

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12. August 2008 |  von Andreas  |  Sport  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

Ob wir nun wandern, weil wir ein bestimmtes Ziel erreichen möchten oder einfach nur aus der Laune heraus spazieren gehen, weil wir gern in der Natur sind und die frische Luft genießen möchten – Wandern ist ein Sport für jedermann und tut Körper und Geist sehr gut.
Bereits in früher Zeit wurde das Wandern geschätzt. Zwar diente es vielen Menschen bei der Arbeitssuche oder war das Mittel zum Zweck bei der Jagd oder der Suche nach Kräutern oder Pilzen –die körperliche Ertüchtigung war immer die gleiche. Auch die Wirtschaft profitierte schon früh an Wanderschaften – so konnten Waren unterwegs auch in fern gelegene Dörfer oder Städte preisgegeben werden.

Wandern, der Sport für die ganze Familie

Wandern, der Sport für die ganze Familie

Der Spaziergang an der frischen Luft und die Eindrücke der Natur wirken sehr erfrischend und harmonisch. Während besonders in den Alpenregionen das Wandern mit den Bergerkundungen verbunden wird, bieten die Flachländereien spezielle Wanderwege an, die mit Markierungen gekennzeichnet sind. Wer nicht gern allein wandern mag, kann dies zum Beispiel auch mit der Familie tun oder sich einem Wanderverein anschließen. Die meisten Wandervereine leisten wahre Pionierarbeit, indem sie Wanderkarten aufsetzen, Wege und Markierungen kontrollieren oder Schutzhütten sowie Aussichtstürme instand halten. Hierbei kann sich die ganze Familie beteiligen, denn Spaß machen solche Arbeiten und Expeditionen sicherlich auch Jung und Alt.
Wem das bloße Wandern nicht sonderlich interessant genug zu sein scheint, kann sich gern auch mit Wanderstöcken rüsten und dem „Nordic Walking“ frönen. Diese aus Finnland stammende Wanderart, ist besonders gesundheitsförderlich und erhält von Jahr zu Jahr mehr Anhänger. Mit besonderen Stöcken werden besondere Bewegungsabläufe in den Wandergang eingebracht. Bei dieser Technik tut man nicht nur den Beinen einen Gefallen, sondern trainiert auch Rückenmuskulatur und kräftigt die Arme. Besonders für längere Strecken ist diese Wanderart sehr geeignet und bietet der ganzen Familie einen geselligen Wanderspaß.

Es gibt aber auch Wandererfreunde, die ihre Reise mit etwas spirituellem Verbinden. Die Wanderroute Santiago de Compostela ist beispielsweise ein Pilgerort, der über mehrere Tage und verschiedene Stationen von Wanderern aufgesucht wird. Ob nun mit der Familie oder allein, dieser Wanderung ist nicht ganz zu unterschätzen: steile Hügel und menschenleere Landschaften sind beschwerliche Nebeneffekte, die dennoch schon Tausende Wanderer nicht abgeschreckt hat. Um das besondere Zertifikat am Ende des Jakobsweges zu erhalten, müssen auch Stationen bewandert werden, die teilweise mit Auto oder Bus nicht erreichbar sind. Nur mit viel Ehrgeiz, körperlicher sowie geistiger Kraft und viel Gottesvertrauen ist dieser Jakobsweg dennoch für Familien und einzelnen Wanderern ein überwältigendes Erlebnis und dürfte wahrlich ein Wander-Highlight sein.

Wer etwas Besonderes für sich und seine Familie sucht, könnte stattdessen auch einmal eine Nachtwanderung planen, die besonders bei Kindern sehr beliebt ist. Neben dem Gruseleffekt, können die Kinder auch Tiere oder Besonderheiten der nächtlichen Aktivität erkundschaften und Teile der Natur betrachten, die bei Tage verborgen bleiben.
Ob Wanderungen am Tage oder in der Nacht: sicherlich ist der Ort und die Tageszeit nicht unmaßgeblich, aber viel wichtiger ist es doch, sich bei der Wanderschaft klar zu sein, dass das Miteinander mit der ganzen Familie viel Wertvoller ist, als ein teurer Ausflug oder eine luxuriöse Reise in die Ferne.