Pfeil zu den Themen von gesundesabnehmen.at

Operation Magenballon: Wie funktionert das?

Kommentare deaktiviert
18. August 2009 |  von pearly  |  Abnehmen  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

Wenn alles Stricke reißen, jede Diät fehl schlägt und der Jojo-Effekt mehr als ein Mal grüßen lässt, macht sich mancher Mensch Gedanken um eine Operation, welche vielleicht Erleichterung in punkto Übergewicht schaffen könnte. Dass dieser Eingriff jedoch nicht einfach so nebenbei gemacht werden kann und durch diesen Einsatz keine sofortige Gewichtsreduktion in Schallgeschwindigkeit zu erwarten ist, dürfte aber jedem Menschen klar sein. Um einen genauen Einblick über die Operation und die Funktion eines Magenballons zu offenbaren, sind im Folgenden die wichtigsten Kriterien dargelegt.

Was ist ein Magenballon?

Der Magenballon ist in der Tat ein kleiner Ballon aus Kunststoff oder Silikon, welcher im Magen dafür sorgt, dass weniger Nahrung aufgenommen werden kann und somit schneller ein Sättigungsgefühl eintritt. Der Ballon selbst ist gefüllt mit einer Kochsalzlösung, die in keiner Form gesundheitsschädlich ist.

Wie läuft der Eingriff ab?

Nach einem Vorgespräch mit einem Facharzt und der Aufklärung über die Risiken und Nebenwirkungen der Operation kann unter Terminvergabe ein Einsatz des Magenballons vorgenommen werden. Hierfür wird durch den Mund über die Speiseröhre bis hin zum Magen eine spezielle Magensonde endoskopisch eingeführt, welche den einzusetzenden Magenballon transportiert. Befindet sich der Ballon an Ort und Stelle, wird mittels eines Schlauches eine Kochsalzlösungsmenge zwischen 200-400 ml eingefüllt. Nach der Auffüllung wird der Schlauch vom Ballon gekappt, so dass dieser verschlossen im Magen zurückbleibt. Der Magenballon bleibt je nach Wunsch und ärztlichem Ermessen für ungefähr 3-10 Monate im Magen. In diesem Zeitraum kann die Wirkung des Ballons die Magengröße um 20%-50% reduzieren.

Welche Komplikationen kann es während des Eingriffes geben?

Auch wenn es sich bei dieser Operation um einen relativ kleinen Eingriff handelt, so sind dennoch hier ebenso mit Risiken oder Nebenwirkungen zu rechnen, wie bei jeder anderer operativen Maßnahme.
So kann es beispielsweise sein, dass der Magenballon ungewollt platzt – dies bemerkt der Patient dadurch, dass sich die Urinfarbe verändert hat, da die Kochsalzlösung im Magenballon eingefärbt ist. Ist dies der Fall, so muss der Patient ohne Umschweife einen Arzt aufsuchen, da die Überreste des Ballons entfernt werden müssen. Wird dies ignoriert, gelangen die Ballonreste über den Magen in den Darm, wo sie schlimmstenfalls einen Darmverschluss verursachen könnten.
Während der Operation kann es beim Einsetzen des Ballons weiterhin zu Verletzungen der Magenwand durch die verwendeten Instrumente kommen. Dies ist jedoch eher selten der Fall.

Was passiert nach der Operation?

Nach der Operation wird der Patient den Ballon als unangenehm empfinden, da sich der Organismus und ganz besonders der Magen an den Ballon gewöhnen müssen. Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe oder Durchfall sind Begleiterscheinungen dieser Gewöhnungsphase. Daher ist es empfehlenswert sich anfangs nur mit flüssiger Nahrung wie beispielsweise Wasser, Milch und milder Brühe zu versorgen, um den Magen langsam an die neue Situation an zu passen.

Wie wird der Magenballon wieder entfernt?

Nach dem Ablauf von 3-10 Monaten kann der Ballon wieder entfernt werden. Hierfür wird wieder endoskopisch eine Magensonde benötigt, welche erstens den Inhalt des Ballons entfernt und anschließend den gesamten, leeren Magenballon wieder beseitigt.

Wie effektiv ist der Magenballon?

Nach dem Einsetzen des Magenballons ist es maßgeblich den Erfolg der Abnahme zu unterstützen. Deshalb verhelfen Ernährungsberater und Fitnesstrainer dem Patienten zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung und einem ganzheitlichen Sporttraining zurück zu finden. Der ganze Aufwand lohnt sich nicht, wenn der Patient nach der Entnahme des Magenballons in sein altes Verhaltensmuster zurückfällt.
In der Regel wird der Einsatz des Magenballons positiv dargestellt. Viele Patienten konnten erfolgreich abnehmen, dennoch sind Kritiker der Meinung, dass diese Methode nicht mit einer konsequenten Nahrungsumstellung oder Diät mithalten kann.

Richtiges Essverhalten bei Kindern

Kommentare deaktiviert
29. Juli 2009 |  von pearly  |  Abnehmen  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

Wir selber haben vielleicht in der Kindheit die Erfahrung gemacht, dass bei Tisch der Teller vollständig geleert werden musste. Sätze wie beispielsweise „Du verlässt den Tisch nur, wenn du aufgegessen hast!“ oder „Iss schön brav auf, dann scheint auch morgen wieder die Sonne.“ dürften dem einen oder anderen bekannt vorkommen. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen haben allerdings nun bewiesen, dass gerade dieses Essverhalten bei Kindern zu Übergewicht führen kann. Natürlich kommt bei einigen Eltern jetzt die Frage auf, wie man das Essverhalten bei seinem Nachwuchs positiv beeinflussen und das Gewicht in rechte Bahnen lenken kann.

Eine Studie mit 63 Vorschulkindern im Alter von vier Jahren an den amerikanischen Foodlabs in Cornwell erbrachte jüngst, dass Kindern, bei denen das Verhalten bei Tisch nach dem Motto „Iss den Teller leer“ anerzogen wurde und nichts mit dem eigenen Wohlwollen gemein hatte. Besonders bei den Jungs konnte beobachtet werden, dass sie größere Portionen zu sich nahmen, als eigentlich dauerhaft gesund für sie wäre. Dies führt natürlich über einen längeren Zeitraum zu Übergewicht und zu einer übermäßigen Kontrolle des Essverhaltens, was durchaus zu psychischen Belastungen des Kindes führen kann. Völlig berechtigt ist jetzt die Frage: Wie bringt man nun seinem Kind gesundes Essen bei?

Es ist natürlich wichtig, dass die Kinder klare Linien und richtiges Verhalten am Tisch erhalten. Zwingen Sie Ihr Kind niemals etwas zu essen, was es vielleicht nicht mag. Auch ein zwanghaftes Überfüttern ist keinesfalls gesund und erbringt nur falsche Ergebnisse des Essverhaltens.
Geben Sie Ihrem Schützling besser kleinere Portionen auf einen kleinen Teller, anstatt diese zu überladen. Auch bei den Kleinen gilt der Grundsatz: das Auge isst mit.
Versuchen Sie ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Menü zusammen zu stellen, dass Ihr Kind jeden Tag auf ein Neues begeistert. Hierbei sollten natürlich alle vorhandenen Geschmacksrichtungen berücksichtigt werden – Fleisch, Kartoffeln, Gemüse und Obst stehen an erster Stelle – ein Mal pro Woche ist auch auf Fisch zurück zu greifen.
Versuchen Sie durch Nachfragen herauszufinden, ob Ihr Kind satt ist oder vielleicht Nachschlag möchte. Ihr Kind wird sich ernst genommen fühlen und Ihnen gern antworten. Isst es jedoch an einem Tag seinen Teller nicht leer, so kann dies gute Gründe haben. Wir mögen an manchen Tagen auch nicht sonderlich viel zu uns nehmen und essen auch nur die Menge, die wir vertragen. Auch Ihrem Kind kann es so ergehen – machen Sie sich deshalb keine Sorgen, denn wohlmöglich hat es am nächsten Tag einen größeren Appetit.

Ein weiterer Trick: das Essen ist für die meisten Kinder erst dann interessant, wenn es auch interessant aussieht. Ein wenig Farbe, Vielfalt und die Kreativität der Eltern fördern auch die Lust an Essen bei Kindern. Ein Igel aus einem Radieschen zaubern, ein Gesicht aus Tomaten auf einer Frischkäsebrotscheibe formen oder aus einem halben Ei mit einer Scheibengurke ein Schiff basteln kommt bei den Kids nicht nur gut an – das Essen schmeckt dann auch noch wesentlich besser.
Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind die Möglichkeiten und den Spaß am Essen vermitteln, sich Zeit und Verständnis für gewisse Situationen nehmen und niemals Ihrem Kind etwas aufzwingen. Letzteres könnte genau das Gegenteil bewirken, nämlich, dass sich das Kind verschließt oder nur aus Angst mehr isst, als es für ihn vielleicht gesund ist.
Essen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind und versuchen Sie somit heraus, was Ihr Kind gerne isst – nur so lernen Sie einander besser in punkto Essverhalten kennen und machen zudem aus kleinen Kindern, gesunde und große Esser.