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Der Body-Mass-Index – BMI

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20. August 2008 |  von Andreas  |  Abnehmen  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

Wiege ich zu wenig, zu viel oder liege ich mit meinem Gewicht genau richtig? Was uns die Waage allmorgendlich anzeigt, löst häufig ein Stirnrunzeln aus und lässt uns auch manchmal im Ungewissen. Das Wohlfühlgewicht wird schließlich bei jedem Menschen unterschiedlich wahrgenommen, aber wie sehen die tatsächlich Fakten aus? Sicherlich gibt es doch Richtlinien, an denen wir uns orientieren oder unser Gewicht festmachen können. Über diese Richtlinien machten sich die Menschen auch schon früher Gedanken. Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte der Astronom und Statistiker Lambert Adolphe Jacques Quételet eine Formel, mit der sich das Idealgewicht vom Unter- und Übergewicht abgrenzte und auf einfachste Weise berechnet werden konnte. Während seiner Studien an Menschen legte er die Grundlagen für Körpermassenzahlen fest, die auch Quetelet-Index genannt wurden, heute aber eher unter der Bezeichnung Body-Mass-Index (BMI) bekannt sind. Dieser Index ist besonders für unsere heutige Gesellschaft sehr nützlich, da das Thema Übergewicht mehr denn je eine Gefährdung für die menschliche Gesundheit darstellt, dennoch lehnt sich der BMI eher an grobe Richtwerte an und ist somit unter Fachleuten umstritten. Die individuelle Zusammensetzungen aller Menschen aus Fett- und Muskelgewebe sowie das eigene Körpergewicht müssten immer vollständig berücksichtigt werden, was bei der Berechnung des BMI nicht zutrifft und somit das Ergebnis verfälschen kann.

Body-Mass-Index - Übergewichtiger Mann

Dennoch ist der BMI in aller Munde und wird gern und immer wieder von Menschen zur Rate gezogen. Der BMI berechnet sich aus dem eigenen Körpergewicht dividiert durch das Quadrat der Körpergröße. Die korrekte Formel lautet somit: Körpergewicht: (Körpergröße in m)². Die Einheit des BMI ist somit kg/m². Weiterhin spielt auch die Altersklasse bei der Berechnung des BMI eine gewichtige Rolle. Im Internet werden mittlerweile zahlreiche, kostenlose Rechner angeboten, die diese Aufgabe innerhalb weniger Sekunden berechnen und man anhand von vorhandenen Tabellen nur noch seinen BMI herausfiltern braucht.
Zu Untersuchungszwecken werden heutzutage auch altersbezogenen BMI-Rechnungen an Kindern herangezogen, um eventuelles Unter- oder Übergewicht festzustellen.
Neben dem Alter spielt auch das Geschlecht eine sehr maßgebliche Rolle. Männer haben nämlich in der Regel einen höheren Anteil von Muskelmasse, während Frauen innerhalb der Gesamtkörpermasse einen wesentlich höheren Anteil von Fettmasse zu verzeichnen haben. Dies hat somit den Grund, weshalb die Unter- und Obergrenzen der BMI-Werte bei Männern etwas höher liegen als bei den Frauen. So liegt das Normalgewicht bei den Männern im Grenzbereich zwischen 20 bis 25, während sich der Bereich bei Frauen bei 19 bis 24 eingliedert. Bei der Beurteilung von Krankheiten wie beispielsweise Magersucht, wird das Untergewicht durch den Broca-Index berechnet, der eine Körpermassenzahl von weniger als 17,5 kg/m² erzielt.

Fakt ist, dass niemand durch den BMI bestimmt sagen kann, ob er aufgrund seines Gewichtes an gesundheitlichen Problemen leidet. Genauso wenig kann sich ein Sportler an einem BMI-Rechner gütlich tun: da zum Beispiel Kraftsportler ein wesentlich höheres Gewicht an Muskelmasse mit sich herumtragen als Normalgewichtige, wird laut des BMI ein herausragender Boxer oder muskelbepackter Gewichtheber somit locker als übergewichtig gelten, weil der BMI nicht zwischen Muskeln und Fett unterscheiden kann. Wer sich also nicht sicher ist, ob er an Unter- oder Übergewicht leidet, sollte besser einen Arzt aufsuchen, der zudem auch gleich nützliche Tipps und wertvolle Ratschläge über Gewichtsprobleme mitliefern kann.

Gründe für Übergewicht

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15. August 2008 |  von Andreas  |  Abnehmen, Ernährung  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

Wir kennen ihre Geschichte nicht, aber wir sehen sie überall, jeden Tag: übergewichtige Menschen. Mittlerweile ist die Fettleibigkeit zu einer Art Volkskrankheit mutiert. Laut einer Studie von 2006 waren 58% aller erwachsenen Männer und 42% aller Frauen in Deutschland übergewichtig. Der Prozentsatz bei untergewichtigen Männern oder Frauen lag hingegen bei nur einem Prozent. Europaweit ist Deutschland führend in der Kategorie übergewichtiger Menschen und ein Ende ist nicht in Sicht. Bereits jedes 5. Kind leidet heutzutage an massivem Übergewicht. Eine erschreckende Bilanz. Auch Österreich liegt ziemlich weit oben in der Liste der übergewichtigen Länder: österreichische Frauen landeten europaweit auf Platz 5 und die Männer auf Platz 11. Schlusslichter bilden in Italien die Frauen und in Estland die Männer. Doch woran mag es liegen, dass wir scheinbar mehr übergewichtige denn normalgewichtige Menschen in Europa haben?

Übergewichtiger Mann wird vermessen - Gesundes Abnehmen

Wesentliche Ursachen für ein Übergewicht sind beispielsweise Bewegungsmangel, genetische Faktoren, Stoffwechselstörungen, Lebensmittelunverträglichkeiten, jahrelanger Medikamentenverbrauch, aber auch Überernährung. Während unser Großeltern eine Mahlzeit mit Fleischbeilage als wahres Festessen bezeichneten, steht dieses Lebensmittel im Durchschnitt in der heutigen Zeit mehr als zwei Mal die Woche auf dem Tisch. Nicht ganz unbeteiligt sind unter anderem auch die Medien: Alkoholika, Fast-Food, Süßigkeiten und andere Knabberartikel werden wohlwollend vermarktet und auch in rauen Mengen angenommen. Aber was läuft nun bei regelmäßiger, überportionierter Nahrungsaufnahme im Körper ab?

Damit unser Körper funktioniert, benötigt er eine gewisse Menge an Energie. Wird dem Körper allerdings mehr Energie zugeführt, als er letztendlich überhaupt benötigt, werden die Energieüberschüsse in Fettreserven umgewandelt und an den typischen Stellen, wie zum Beispiel Po, Bauch, Oberschenkel und Hüften, gelagert. Gerade in den Industrieländern hat sich der Energiekonsum in den letzten 100 Jahren radikal verändert. Um das 20. Jahrhundert wurden durchschnittlich 60-70% der Nahrung durch Kohlenhydrate und 20-25% durch Fett eingenommen. Heute wird wahrhaftig das Doppelte, an die 40-45%, der gesamten Nahrungsenergie aus Fett gewonnen. Woran mag dies liegen? Was läuft im Gegensatz zu damals heute anders?
Ein weiterer nicht zu verachtender Aspekt liegt dem heutigen Kostenfaktor zugrunde: so ist es nun unumstößlich, dass ungesundere, kalorienreiche Nahrung wesentlich günstiger ist, als gesunde und vitaminreiche Lebensmittel. Auch der zunehmende Bewegungsmangel begünstigt eine Fettaufnahme und ist für Fettleibigkeit und Übergewicht geradezu typisch. In den letzten 20-30 Jahren ist der Energieanteil an Bewegung um durchschnittlich 200-400 Kilokalorien zurückgegangen. Die fehlenden körperlichen Aktivitäten bilden eine ideale Grundlage für Übergewicht, sei es nun, ob der Sport in der Freizeit fehlt, oder bei der Arbeit Bewegung nur Mangelware ist. Was die Erwachsenen den Kindern vorleben, wird auch in Zukunft zu weiteren erschütternden Zahlen beitragen. Während vor 20 Jahren noch Versteckspielen, Sackhüpfen und Rollschuhfahren die Freizeitbeschäftigungen der Kinder voll ausschöpften, zählen Computerspiele und Fernsehen heutzutage zu den meist genannten Hobbys. Im Durchschnitt sitzt heute jedes Kind durchschnittlich 26 Stunden pro Woche vor dem Fernseher, hingegen gab es diesen Luxus vor 50 Jahren noch nicht und die Bewegung und Spielaktivitäten an der frischen Luft waren die Alternativen schlechthin.
Was kann man nun tun, um nicht weiter in die Kalorienfalle zu sinken?

Als erstes sollten wir alle unseren Kindern mit gutem Beispiel vorausgehen und uns wieder mehr körperlich betätigen. Das tut nicht nur dem Körper und dem Übergewicht, sondern auch dem Geist und dem allgemeinen Wohlbefinden gut. Auch wenn in der heutigen Zeit unsere Arbeit enorm durch Maschinen und automatische Vorrichtungen erleichtert wird, so müssen wir dennoch einen Ausgleich nach der Arbeit finden – Sport mit der Familie ist die beste Lösung gegen dieses Problem und macht auch noch Spaß.
Abnehmen und den Kilos den Kampf ansagen, ist wahrlich manchmal nicht einfach, aber auch nicht unmöglich: mit ein wenig Ernährungsumstellung – beispielsweise alle weißen Nahrungsmittel meiden und mehr Vollkornprodukte verzehren – und viel Wasser oder Fruchtschorlen durch zuckerhaltige Softdrinks ersetzen, sind eine gute Grundlage und der erste Schritt in die richtige Richtung.

Wer sich nicht sicher über sein Gewicht ist oder zu Übergewicht neigt und dies ändern möchte, sollte auf jeden Fall seinen Arzt konsultieren, der unter dessen Aufsicht einen Diät – und Sportplan aufstellt, der sicherlich auf Dauer Erfolg bringen wird.