Die bekannte und weitverbreitete Brigitte-Diät existiert seit 1969 und zählt zu den Mischkostdiäten. Die Brigitte-Diät umfasst verschiedene Abnehm-Varianten und verdankt ihren Namen der deutschen Frauenzeitschrift Brigitte, die regelmäßig Diät-Rezepte veröffentlicht. Fettarme und sättigende Gerichte werden nach dem Baukastenprinzip kombiniert und stehen in Form von drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten, auf dem Tagesplan.
Brigitte-Diät im Überblick
Die Brigitte-Diät setzt auf kalorienreduzierte Mischkost, die ohne die üblichen „verbotenen Lebensmittel“ auskommt, welche unter diäterfahrene Personen, bestens bekannt sind. Alle Lebensmittel sind erlaubt, ganz nach dem Motto „die Menge macht´s“. Auch Sportliche Betätigung, die den Gewichtsverlust positiv beeinflusst, ist ein positiver Bestandteil der Brigitte-Diät.
Seit 2008 sind Lebensmittel, welche eine geringe Energiedichte aufweisen, eine weitere Grundlage der neuen Brigitte-Diät. Bedeutet? Nicht allein die aufgenommene tägliche Kalorienmenge ist ausschlaggebend, um abzunehmen, sondern auch aus welchen Lebensmitteln sich die Kalorienmenge pro Tag zusammensetzt. Ernährt man sich von Lebensmitteln mit niedriger Energiedichte, kann man sich an größeren Portionen satt essen, ohne dabei zuzunehmen. So hält sich auch das Bedürfnis zwischendurch zu naschen in Grenzen. Folgende Angaben beachten werden:
- Gesamtkalorienmenge eines Tages: zwischen 1.000 und 1.500 Kalorien
- Höchstens 40 g Gramm Fett pro Tag
Frühstück, Mittag- oder Abendessen, individuelle Rezepte zum Nachkochen sucht und findet man am Besten in einem Brigitte-Diät-Buch; z. B von Amazon. Auch direkt in der Brigitte-Ausgabe oder auf der Website des Frauenmagazins, werden regelmäßig neue Rezepte veröffentlicht Auch eigene Listen, welche Lebensmittel samt Energiedichteenthalten, sind im Internet zu finden. Die Ernährung innerhalb der Brigitte-Diät enthält ausreichend Eiweiß, Kohlehydrate und Fett, somit ist eine optimale Nährstoffversorgung gegeben.
Brigitte-Diät richtig angewendet
Bei der Brigitte-Diät ist es wichtig, dass man die vorgegebenen Mahlzeiten einhält, um Heißhunger zu vermeiden. Die Ernährung erfolgt nach dem Baukastenprinzip; Passende Rezepte für Frühstück, Mittag- und Abendessen, Snacks und Dessert, stehen in großer Vielfalt zur Verfügung. Somit ist man nicht gezwungen, Lebensmittel zu Essen, die vielleicht gar nicht schmecken.
Vorteile der Brigitte-Diät
Brigitte-Diät Kurzinfo
- Alles erlaubt – die Menge machts
- 3 geregelte Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten
- Lebensmittel mit geringer Energiedichte
Die Brigitte-Diät erfreut sich nicht grundlos großer Beliebtheit. Daher folgende Vorteile:
- Kein mühsames Zählen der Kalorien
- Rezepte enthalten ausführliche Nährwertangaben
- Abwechslungsreiche und gleichzeitig ausgewogene Ernährung
- Schnelle Zubereitung
- Alltagstaugliche Kost; nach Wunsch auch für die ganze Familie
- Leicht erhältliche Zutaten
- Portionsweise: Die meisten Rezepte basieren auf einer Zubereitung für eine Person
- Verschiedene Varianten der Brigitte-Diät, ermöglichen eine saisonale Ernährung.
Die Rezepte der Brigitte-Diät können auch über einen längeren Zeitraum oder von Personen angewendet werden, welche die Ernährung umstellen möchten: Kocht man beispielsweise nur mittags oder abends nach einzelnen Rezepten der Brigitte-Diät, sorgt man nicht nur für gesunde Mahlzeiten, sondern reduziert auch die Gesamtkalorienmenge des Tages.
Nachteile der Brigitte-Diät
Leider ist die empfohlene Tageskalorienmenge (1.000 bis 1.500 Kalorien) relativ allgemein gehalten, und passt sich somit nicht an Größe, Alter und weitere Kriterien, einzelner Personen an. Da man aufgrund dieser niedrigen Energieaufnahme recht schnell abnimmt, könnte man unfreiwillig Bekanntschaft mit dem Schreckgespenst aller Abnehmwilligen in Kontakt kommen: dem JoJo Effekt.
Schade ist auch, dass die Brigitte-Diät mittlerweile auch Fertiggerichte beinhaltet; So geht das Kochen zwar schneller aber es ist nicht zwingend gesund und manchmal sogar recht teuer. Da man nur nach Diätplan lebt, muss man sich nicht viel mit Nährwertangaben herumschlagen. Der Lerneffekt bleibt unter Umständen aus.
Ist Abnehmen mit der Brigitte-Diät das Richtige für mich?
Wer gerne kocht und dabei kein Problem hat sich starr an die vorgegebenen Rezepte zu halten, wird mit dem Diät-Programm der Brigitte-Diät zufrieden sein. Da man sich innerhalb der Brigitte-Diät ausgewogen und kalorienarm ernährt, verliert man durch zusätzliche Bewegung, schnell das eine oder andere Kilo. Weiters ist die Brigitte-Diät, laut dem Magazin Brigitte, von Ärzten und Ernährungsfachleuten anerkannt. Nach dem Ende der der Diät sollte man unbedingt darauf achten, dass man nicht in sein altes Ernährungsschema zurückfällt, da es sonst schnell zu dem gefürchteten Jo-Jo-Effekt kommen kann. Im Großen und Ganzen bietet die Brigitte-Diät jedoch beinahe alles, was eine Gute Diät ausmacht.
Für alle Diätinteressierten haben wir eine Liste aller bekannten Diäten erstellt.
Diese Diät punktet gleich zu Anfang positiv: die Ernährung nach dem Low Fat 30 Prinzip stellt keine klassische Diät dar, sondern fällt eher in den Bereich einer Ernährungsumstellung. Der Begriff “Low Fat 30″ beschreibt die Grundlage dieser Diät. Die Gesamtkalorienmenge, aus den Lebensmitteln welche man innerhalb eines Tages zu sich nimmt, setzt sich aus
- 70 % Kohlehydraten und Eiweiß und
- weniger als 30 % Fett,
zusammen.
Der Gewichtsverlust der Low Fat 30 Diät, basiert auf einer Minimierung der Fettaufnahme: pro Tag darf der prozentuelle Fettanteil der aufgenommenen Gesamtkalorienmenge, nicht mehr als 30 % betragen.
Low Fat 30 Diät im Überblick
Nährstoffe im Vergleich: 1 Gramm Fett enthält 9,3 kcal (Kilokalorien). 1 Gramm Kohlehydrate oder Proteine, enthalten jedoch nur 4,1 kcal (Kilokalorien). Das bedeutet, dass man zwar mengenmäßig gleich viel Essen kann, aber mit der Aufnahme von Kohlehydraten oder Proteinen im Vergleich zu Fett, eine deutlich niedrigere Kalorienmenge zu sich nimmt. Ernährt sich ein erwachsener Mensch „normal“, liegt der Fettanteil der Gesamtkalorienmenge, durchschnittlich gesehen, bei mehr als 50 %. Reduziert man nun den Fettanteil der Ernährung auf unter 30 %, verringert sich nicht nur die aufgenommene Fettmenge, sondern natürlich auch die Höhe der Tagesgesamtkalorien.
Bei dieser Diät gibt es prinzipiell drei Regeln:
- Sobald Hunger entsteht, darf unter der Berücksichtigung der Low Fat 30 Regel, etwas gegessen werden.
- Nur solange Essen, bis das Sättigungsgefühl eintritt.
- Der prozentuale Fettgehalt einer Mahlzeit darf nicht über 30 % liegen.
Low Fat 30 Diät richtig angewendet
Der Einfachheit halber gibt es eigens für die Low Fat 30 Diät erstellte Fettgehalt-Tabellen, in denen die Lebensmittel nach prozentualem Fettgehalt, aufgelistet werden. Um langwierige Rechenaufgaben zu vermeiden, ist es am einfachsten sich ein Low Fat 30 Buch, z. B. von Amazon.at zu besorgen, oder im Internet nach leckeren Rezepten zu suchen.
Dennoch, folgende Formel kann zur Berechnung des prozentualen Fettgehalts eines Lebensmittels, verwendet werden:
- 100g Beispiellebensmittel enthalten 190 kcal
- 1g Fett enthält 9 kcal
- 6g des Beispiellebensmittels bestehen aus Fett, und haben daher 54 kcal (6 * 9)
- Nun rechnet man die kcal des Fettes mal 100, also 54 * 100 = 5400
- Jetzt wird der Fettanteil unseres Beispiellebensmittels in Prozent berechnet: 5400/ 190= 28
- 6 g Fett von 100 g Beispiellebensmittel, machen also prozentual gesehen 28 % aus
Kurzfassung: Fettgehalt des Lebensmittels in Gramm* 9 *100 /Gesamtkalorien von 100g Lebensmittel = prozentueller Fettgehalt des Lebensmittels.
Unser Beispiellebensmittel hätte also den Low Fat 30 Check bestanden, da es mit 18 % Fettanteil unter der 30 %-Grenze liegt, und könnte bedenkenlos verzehrt werden. Kocht man nun ein Gericht, welches aus mehreren Zutaten besteht, muss der Fettgehalt jedes Lebensmittels ausgerechent werden. Das Gericht darf ein Gesamtfettgehalt von 30 % nicht übersteigen.
Vorteile der Low Fat 30 Diät
- Die Low Fat 30 Diät ist, solange man passende Rezepte zur Hand hat, einfach anzuwenden. Wer in einem Büro arbeitet und sich beim Kantinenessen unsicher ist, kann sich das Essen zuhause vorbereiten und mitnehmen. Da bei der Diät alle Lebensmittel gegessen werden dürfen, die weniger als 30 % Fettgehalt der Gesamtkalorienmenge enthalten, wird man mit Nährstoffen und Vitaminen versorgt.
- Die Low Fat 30 Diät ist eine eigentlich keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung. Daher kann man, solange auf eine ausreichende Vitaminzufuhr achtet, und sich nicht all zu fettarm ernährt, dauerhaft nach dem Low Fat 30 Prinzip leben.
- Da man keine exotischen oder schwer erhältlichen Nahrungsmittel benötigt, halten sich auch die Kosten in Grenzen. Die Umsetzung anhand der Rezepte ist in der Regel einfach – dazu muss man kein Haubenkoch sein.
- Wer bisher aufgrund einer falschen Ernährung unter Übergewicht litt, wird mit der Low Fat 30 Ernährungsumstellung, schnell erste Erfolge sehen. Meist nimmt man aus Unwissenheit, unbeabsichtigt zu viel Fett zu sich. Wer sich an die Rezepte und die Low Fat 30 Regel hält, und nicht wieder in sein altes Ernährungsschema zurückfällt wird auch keinen JoJo Effekt erleben.
Nachteile der Low Fat 30 Diät
- Fettsäuren: Die gesunden, ungesättigten Fettsäuren wie Omega 3 und Omega 6, können vom Körper nicht selbst produziert werden und müssen durch die Nahrung aufgenommen werden. Fehlen dem Körper nun diese essenziellen Fettsäuren, kann dies zu Heißhungerattacken führen und die Gesundheit beeinträchtigen.
- Fett und Vitamine: Fettlösliche Vitamine benutzen Fett als Träger, um vom Körper aufgenommen werden zu können. Nimmt man zu wenig Fett zu sich, kann es zu einer Unterversorgung dieser fettlöslichen Vitamine (Vitamin A, E und K) kommen.
- Fettunterversorgung: Nimmt man über einen längeren Zeitraum sehr fettarme Lebensmittel (weniger als 20 % Fett des gesamten Tagesumsatzes) zu sich, kann es unter Umständen zu einer Fettunterversorgung kommen.
- Fett als Geschmacksträger: Fett ist und bleibt DER Geschmacksträger schlechthin. Schmecken die Mahlzeiten fade, sinkt die Motivation die Ernährungsumstellung auf Dauer durchzuhalten.
- Errechnung des prozentualen Fettgehalts: Da die Berechnung des Fettgehalts der Lebensmittel etwas mühsam ist, empfiehlt es sich auf jeden Fall, nach vorgegebenen Rezepten zu kochen.
Ist Abnehmen mit der Low Fat 30 Diät das Richtige für mich?
Um Gewicht zu verlieren, ist es notwendig weniger Kalorien zu sich zu nehmen, als man verbraucht. Ob die Kalorien nun aus Kohlehydraten oder aus Fett stammen, ist hierbei egal. Daher ist das Abnehmen nach dem Low Fat 30 Prinzip, ist auf jeden Fall erfolgsversprechend, solange man die aufgenommenen Gesamtkalorien pro Tag, nicht aus den Augen verliert. Mit der Low Fat 30 Diät lernt man sich gesund zu ernähren, und ein angemessenes Gespür für Hunger und Sättigungsgefühl zu entwickeln. Achtet man auf eine ausreichende Vitaminzufuhr und unterstützt die Ernährungsumstellung mit Sport und Bewegung, wird man nicht nur an Gewicht verlieren, sondern auch keine Probleme haben, das erreichte Wunschgewicht zu halten und den Jo-Jo-Effekt erfolgreich zu verhindern.
Für alle Diätinteressierten haben wir eine Liste aller bekannten Diäten erstellt.
Foto von Aylanah

