Sport als die wahre Diät
Wer schon öfters mal versucht hat erfolgreich abzunehmen, der weiß mit Bestimmtheit, dass keine Ernährungsumstellung wirklich ohne Sport auskommt. Genau genommen ist es ratsam einer Diät eher aus dem Weg zu gehen und sich deshalb von seiner bisherigen Ernährung zu verabschieden und diese durch eine Prise Sport und einer gesunderer Ernährung zu ersetzen. Bei einer ausgewogenen und kalorienbedachten Ernährung ist auf eine nötige Portion Sport kaum zu verzichten, um auf Dauer sein Wunschgewicht halten zu können. Außerdem sollte jede Mahlzeit mit Bedacht, Genuss und mit Ruhe eingenommen werden. Hektisches, ungesundes und übermäßiges Essen schädigt den Organismus und ist für die Sportaufnahme eher hinderlich. Aber was sich hier so leicht anhört erfordert ebenso Disziplin, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Wer diese Punkte beachtet und zielstrebig verfolgt, wird nicht nur sein Gewicht halten können, sondern belohnt auch seinen Körper und die Seele und fördert somit die Gesundheit.
Bei vielen schrecken allerdings Sportarten wie Ausdauersport, Zirkeltraining oder der Gang in ein Fitnessstudio ab – was kann man also tun, um dennoch den Kilos den Kampf anzusagen, oder seine persönliche Sportart heraus zu finden?

Laufen wird meist empfohlen – hier ist aber Vorsicht geboten. Man sollte sich vorher informieren, welche Schuhe geeignet sind und welche Lauftechnik unsere Gelenke uns in ein paar Jahren immer noch lauffähig wohl gesonnen sind. Schwimmen, Radfahren oder Rudern sind auch empfehlenswerte Sportarten, bei denen mal viele Kalorien verbrennt und zudem seine Muskeln fördert. Auch das Reiten gilt als ausgesprochene Geheimniswaffe: hier werden nicht nur überflüssige Kalorien verbrannt, sondern auch die Haltung trainiert und Rückenleiden gemindert.
Wer nicht ohne Gerät Sport treiben möchte, ist mit Inline-Skates oder Nordic-Walking-Stöcken vollkommen im Trend. Ist man allerdings nicht gern allein durch Straßen oder Parkanlagen unterwegs, kann sich an Skater- oder Walking-Gruppen beteiligen. Die Walking-Gruppen bieten sich für jedermann an: ob alt oder jung, übergewichtig oder schlank – bei dieser gelenkschonenden Sportart findet jeder schnell hinein, kann somit gezielt Fettpölsterchen verbrennen und sich positiv auf den Sport einstimmen.
Wer allerdings Sportgerät mit wenig Körperinitiative verbinden möchte, kann es ja mal mit den beliebten Flexi-Bars versuchen: diese Fieberglasstangen stimulieren durch Schwingungen tiefliegende Muskelpartien, indem der Stab mit einer oder beiden Händen bewegt wird. So trainieren wir Koordination, Körperbeherrschung und einzelne Muskeln gleichzeitig. Aber Vorsicht: was hier leicht aussieht, bedeutet in Wirklichkeit höchstes Anstrengung. Bereits 3 mal wöchentlich á 10-15 Minuten sollen innerhalb kürzester Zeit für Festigung des Bindegewebes, besseren Stoffwechsel und Fettverbrennung sorgen.
Diverse Sportvideos á la Pilates, Aerobic & Co. sind weitere Trendsetter auf dem Sportmarkt, die allerdings genauestens beachtet und ausgeführt werden sollten, um einen effektiven oder baldigen Erfolg verbuchen zu können. Nicht selten wurden bereits von Anwendungsfehlern berichtet, die zu schweren Verletzungen oder Muskelzerrungen führten.
Ist man mit keiner dieser Varianten zufrieden, so kann man sich bei seiner Krankenkasse über Sportprogramme informieren lassen oder im Internet mit interaktiven Sportangeboten vertraut machen.
Übergewichtige Menschen sollten generell bei jeder Sportart Vorsicht walten lassen und sich dann langsam steigern, um so zu verhindern, dass die Pulsfrequenz ins unermessliche steigt: somit kann schnell ein Kreislaufkollaps hervorgerufen werden. Wer zu schnell hoch hinaus will und sich überfordert, schadet seinem Körper mehr als er diesem gut tut: die Folge dessen können Herzschäden oder Bluthochdruck hinauf beschworen werden. Wer sich also nicht sicher ist, ob er seinem Körper schadet oder ihm Gutes tut, kann sich vor der Sportaufnahme beim Arzt vorstellen und dort einmal durchchecken lassen.
Schlankheitswahn unter Jugendlichen
Ob Bulimie oder Magersucht – in den Medien erreichen uns fast täglich die Schlagzeilen von den tödlichen Ausgängen dieser ernst zu nehmenden Krankheiten. Meist hören wir von Promis, die sich in den Tod gehungert haben, aber auch immer mehr „Normalos“ sterben an diesen tückischen Essstörungen. Viele dieser „Normalos“ sind Teenager – junge Mädchen, die gerade mit ihrem Leben begonnen haben.
Nicht selten kommt man dann ins Grübeln und fragt sich selbst: Nehmen denn die Jugendlichen diese Krankheiten gar nicht ernst? Woher stammt der Wunsch nach Mindestgewicht oder der so genannten Größe 0?
Bereits jede 5. Frau im Alter von 14-35 leidet an Magersucht oder Ess-Brech-Sucht und jede 2. Frau hat mindestens schon ein Mal in ihrem Leben eine Diät ausprobiert. Das heutige Ideal der angeblichen Traumfigur erhalten wir über das Fernsehen, den Zeitschriften und über unsere Mitmenschen. Sehr viele Frauen oder auch recht junge Mädchen erkranken an Anorexie oder Bulimie. Dabei werden diese Mädchen, die diesen Krankheiten zugrunde fallen immer jünger, obwohl sie doch erst ihr gesamtes Leben noch vor sich. Diesem Gedanken wird aber kein Glauben geschenkt, denn der Tod lebt quasi im Umfeld.
Vorgelebt werden diese Schönheitsideale von Vorbildern – diese kommen aus der Musikbranche oder aus dem sehr fernen Hollywood. Stars und Sternchen wie Keira Knightley, Paris Hilton, Nicole Richie oder Lindsay Lohan & Co. sind die wahren Idole und wissen augenscheinlich nicht wie sie auf ihre Fans wirken. Die Welt der großen Schauspielerinnen oder High-Society-Girls scheint glamourös und traumhaft. Aber ist sie das auch in Wirklichkeit? Betrachten wir den Roten Teppich der Oskarverleihungen, dann sehen wir statt heißen, weiblichen Rundungen mittlerweile eher knöcherige Schultern oder hervorstehende Hüftbecken und drogenschlanke Models, die mit ihren Augenringen und strähnigen Haaren wohl eher nicht dem Schönheitsideal für den gesunden Menschenverstand verkörpern. In den Augen eines Teenagers dagegen scheint dies die wahre Schönheit zu sein, auch wenn ihre Lieblingsschauspielerin in Kleidergröße 32 eher verloren aussieht. Diesen Fakten zum Trotz entwickelten Designer die Kleidergröße 0, die ungefähr der Kindergröße 158 entspricht und somit den 90/60/90 Rundungen den Krieg ansagt – 80/55/80 sollen nu auf den Laufstegen Regie führen und nur für Superdürre sein.
Kein Wunder, wenn diese Welt der Sternchen auch nun aus den Fugen gerät – wie sollen dann die normalen Teenager damit zu Recht kommen? Bereits in der Kindheit bekommen kleine Mädchen grundlegende Regeln vorgelebt: die Barbiepuppe soll zwar den perfekten Look und den Idealmassen entsprechen, bei genauerer Betrachtung ist diese perfektionierte Puppe auch bei weitem zu dünn und suggeriert hier schon jungen Mädchen, dass ein Moppelchen keine Chance hat. Erreicht dann die junge Dame die Pubertät – eine wahrhaft schwere Zeit für viele Teenager – werden die Schönheitsideale durch Stars und Sternchen zugrunde gelegt. Auch hier ein wahrer Drahtseilakt: zwischen Idealgewicht und Babyspeck werden die ersten Konflikte gesteuert, der tägliche Gang zur Waage wird zur Routine und wer hier nicht genauestens aufpasst ist schneller dem Schlankheitswahn verfallen, als ihm vielleicht lieb ist. Die Krankheiten werden von Anfang an verleugnet, das Essen und die Kalorien penibel gezählt und nicht selten endet dieser Kampf mit vollkommener Isolation. Das gesamte Umfeld ist für Magersüchtige und Bulimiekranke oft ausschlaggebend für Erfolge oder Misserfolge. Nicht selten sorgen solche Erkrankungen auch für Krankhausaufenthalte oder Therapien. Auch wenn die Dunkelziffer dieser Personen weitaus höher ist als wir nur zu denken wagen, so ist es eine unumstößliche Tatsache, dass 10 – 15 % der magersüchtigen Kranken sterben. Bevor diese Mädchen also mit ihrem Leben beginnen durften, wurden sie durch Schönheitszwänge, die durch Medien & Co. das Gehör der Teenager erreichten, ihrer Träume beraubt und zu schnell vor vollendete Tatsachen gestellt. Wer weiß, was noch passieren muss, bevor die Gesellschaft bemerkt, wie weit sie mit ihren Schönheitsidealen ins Gericht gehen müssen.


