Low Fat 30 Diät – Abnehmen durch Ernährungsumstellung
Diese Diät punktet gleich zu Anfang positiv: die Ernährung nach dem Low Fat 30 Prinzip stellt keine klassische Diät dar, sondern fällt eher in den Bereich einer Ernährungsumstellung. Der Begriff “Low Fat 30″ beschreibt die Grundlage dieser Diät. Die Gesamtkalorienmenge, aus den Lebensmitteln welche man innerhalb eines Tages zu sich nimmt, setzt sich aus
- 70 % Kohlehydraten und Eiweiß und
- weniger als 30 % Fett,
zusammen.
Der Gewichtsverlust der Low Fat 30 Diät, basiert auf einer Minimierung der Fettaufnahme: pro Tag darf der prozentuelle Fettanteil der aufgenommenen Gesamtkalorienmenge, nicht mehr als 30 % betragen.
Low Fat 30 Diät im Überblick
Nährstoffe im Vergleich: 1 Gramm Fett enthält 9,3 kcal (Kilokalorien). 1 Gramm Kohlehydrate oder Proteine, enthalten jedoch nur 4,1 kcal (Kilokalorien). Das bedeutet, dass man zwar mengenmäßig gleich viel Essen kann, aber mit der Aufnahme von Kohlehydraten oder Proteinen im Vergleich zu Fett, eine deutlich niedrigere Kalorienmenge zu sich nimmt. Ernährt sich ein erwachsener Mensch „normal“, liegt der Fettanteil der Gesamtkalorienmenge, durchschnittlich gesehen, bei mehr als 50 %. Reduziert man nun den Fettanteil der Ernährung auf unter 30 %, verringert sich nicht nur die aufgenommene Fettmenge, sondern natürlich auch die Höhe der Tagesgesamtkalorien.
Bei dieser Diät gibt es prinzipiell drei Regeln:
- Sobald Hunger entsteht, darf unter der Berücksichtigung der Low Fat 30 Regel, etwas gegessen werden.
- Nur solange Essen, bis das Sättigungsgefühl eintritt.
- Der prozentuale Fettgehalt einer Mahlzeit darf nicht über 30 % liegen.
Low Fat 30 Diät richtig angewendet
Der Einfachheit halber gibt es eigens für die Low Fat 30 Diät erstellte Fettgehalt-Tabellen, in denen die Lebensmittel nach prozentualem Fettgehalt, aufgelistet werden. Um langwierige Rechenaufgaben zu vermeiden, ist es am einfachsten sich ein Low Fat 30 Buch, z. B. von Amazon.at zu besorgen, oder im Internet nach leckeren Rezepten zu suchen.
Dennoch, folgende Formel kann zur Berechnung des prozentualen Fettgehalts eines Lebensmittels, verwendet werden:
- 100g Beispiellebensmittel enthalten 190 kcal
- 1g Fett enthält 9 kcal
- 6g des Beispiellebensmittels bestehen aus Fett, und haben daher 54 kcal (6 * 9)
- Nun rechnet man die kcal des Fettes mal 100, also 54 * 100 = 5400
- Jetzt wird der Fettanteil unseres Beispiellebensmittels in Prozent berechnet: 5400/ 190= 28
- 6 g Fett von 100 g Beispiellebensmittel, machen also prozentual gesehen 28 % aus
Kurzfassung: Fettgehalt des Lebensmittels in Gramm* 9 *100 /Gesamtkalorien von 100g Lebensmittel = prozentueller Fettgehalt des Lebensmittels.
Unser Beispiellebensmittel hätte also den Low Fat 30 Check bestanden, da es mit 18 % Fettanteil unter der 30 %-Grenze liegt, und könnte bedenkenlos verzehrt werden. Kocht man nun ein Gericht, welches aus mehreren Zutaten besteht, muss der Fettgehalt jedes Lebensmittels ausgerechent werden. Das Gericht darf ein Gesamtfettgehalt von 30 % nicht übersteigen.
Vorteile der Low Fat 30 Diät
- Die Low Fat 30 Diät ist, solange man passende Rezepte zur Hand hat, einfach anzuwenden. Wer in einem Büro arbeitet und sich beim Kantinenessen unsicher ist, kann sich das Essen zuhause vorbereiten und mitnehmen. Da bei der Diät alle Lebensmittel gegessen werden dürfen, die weniger als 30 % Fettgehalt der Gesamtkalorienmenge enthalten, wird man mit Nährstoffen und Vitaminen versorgt.
- Die Low Fat 30 Diät ist eine eigentlich keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung. Daher kann man, solange auf eine ausreichende Vitaminzufuhr achtet, und sich nicht all zu fettarm ernährt, dauerhaft nach dem Low Fat 30 Prinzip leben.
- Da man keine exotischen oder schwer erhältlichen Nahrungsmittel benötigt, halten sich auch die Kosten in Grenzen. Die Umsetzung anhand der Rezepte ist in der Regel einfach – dazu muss man kein Haubenkoch sein.
- Wer bisher aufgrund einer falschen Ernährung unter Übergewicht litt, wird mit der Low Fat 30 Ernährungsumstellung, schnell erste Erfolge sehen. Meist nimmt man aus Unwissenheit, unbeabsichtigt zu viel Fett zu sich. Wer sich an die Rezepte und die Low Fat 30 Regel hält, und nicht wieder in sein altes Ernährungsschema zurückfällt wird auch keinen JoJo Effekt erleben.
Nachteile der Low Fat 30 Diät
- Fettsäuren: Die gesunden, ungesättigten Fettsäuren wie Omega 3 und Omega 6, können vom Körper nicht selbst produziert werden und müssen durch die Nahrung aufgenommen werden. Fehlen dem Körper nun diese essenziellen Fettsäuren, kann dies zu Heißhungerattacken führen und die Gesundheit beeinträchtigen.
- Fett und Vitamine: Fettlösliche Vitamine benutzen Fett als Träger, um vom Körper aufgenommen werden zu können. Nimmt man zu wenig Fett zu sich, kann es zu einer Unterversorgung dieser fettlöslichen Vitamine (Vitamin A, E und K) kommen.
- Fettunterversorgung: Nimmt man über einen längeren Zeitraum sehr fettarme Lebensmittel (weniger als 20 % Fett des gesamten Tagesumsatzes) zu sich, kann es unter Umständen zu einer Fettunterversorgung kommen.
- Fett als Geschmacksträger: Fett ist und bleibt DER Geschmacksträger schlechthin. Schmecken die Mahlzeiten fade, sinkt die Motivation die Ernährungsumstellung auf Dauer durchzuhalten.
- Errechnung des prozentualen Fettgehalts: Da die Berechnung des Fettgehalts der Lebensmittel etwas mühsam ist, empfiehlt es sich auf jeden Fall, nach vorgegebenen Rezepten zu kochen.
Ist Abnehmen mit der Low Fat 30 Diät das Richtige für mich?
Um Gewicht zu verlieren, ist es notwendig weniger Kalorien zu sich zu nehmen, als man verbraucht. Ob die Kalorien nun aus Kohlehydraten oder aus Fett stammen, ist hierbei egal. Daher ist das Abnehmen nach dem Low Fat 30 Prinzip, ist auf jeden Fall erfolgsversprechend, solange man die aufgenommenen Gesamtkalorien pro Tag, nicht aus den Augen verliert. Mit der Low Fat 30 Diät lernt man sich gesund zu ernähren, und ein angemessenes Gespür für Hunger und Sättigungsgefühl zu entwickeln. Achtet man auf eine ausreichende Vitaminzufuhr und unterstützt die Ernährungsumstellung mit Sport und Bewegung, wird man nicht nur an Gewicht verlieren, sondern auch keine Probleme haben, das erreichte Wunschgewicht zu halten und den Jo-Jo-Effekt erfolgreich zu verhindern.
Für alle Diätinteressierten haben wir eine Liste aller bekannten Diäten erstellt.
Foto von Aylanah
Die Kohlsuppendiät schwappte in den 70er Jahren aus Amerika in den deutschsprachigen Raum. Die Magic Soup-Diät verspricht eine schnelle Gewichtsabnahme und kann zur Gruppe der Crashdiäten gezählt werden. Im Rahmen der Krautsuppendiät ernährt man sich – wie der Name schon sagt, hauptsächlich von selbst gemachter Suppe mit Kohl- und Gemüseeinlage, aber die entscheidende Frage lautet: Ist Krautsuppe zum Abnehmen geeignet?
Die Kohlsuppendiät im Detail
Das Abnehmen mit der Kohlsuppendiät basiert auf dem Prinzip, dass Kohl wie ein Fat-Burner wirkt, und der Körper bei der Verarbeitung der Kohlsuppe mehr Energie aufbringen muss, als dieselbige enthält. Die Hauptbestandteile dieser Diät-Suppe sind rasch aufgezählt:
- Weißkohl
- Zwiebel
- Tomate
- Paprika und
- Staudensellerie
Chili, Pfeffer und Kümmel sollen die Fettverbrennung zusätzlich anheizen.
Die Kohlsuppendiät richtig angewendet
Laut Ernährungsexperten kann der Kohl nicht für den Gewichtsverlust verantwortlich gemacht werden. Durch die geringe Kalorienzufuhr bedient sich der Körper an dem eigenen Kohlehydratspeicher. Dieser Vorgang wirkt stark entwässernd. Daher: Trinken, Trinken, Trinken. Ernährt man sich ausschließlich von Kohlsuppe, fehlt einem das lebensnotwendige Eiweiß komplett. Dies führt dazu, dass der Körper Muskelmasse abbaut. So erklärt sich auch der rasche Gewichtsverlust im Rahmen der Kohlsuppendiät. Aus ärztlicher Sicht sollte man eine reine Kohlsuppendiät daher nicht länger als eine Woche durchführen. Im Internet und auch in diversen Büchern auf Amazon.at, gibt es jedoch viele unterschiedliche Varianten der Krautsuppendiät. Eine gesunde Version der Krautsuppendiät könnte z. B. wie folgt aussehen:
1. Tag: Obst und Kohlsuppe so viel man will.
2. Tag: Gemüse roh oder gekocht, Krautsuppe bis man satt ist.
3. Tag: Rohkosttag, also rohes Gemüse und Obst – Suppe nicht vergessen
.
4. Tag: Bananen und Milchprodukte (Milch, Joghurt), und – wieder Suppe.
5. Tag: Fettarm zubereitetes Geflügel oder Fisch und rohe Tomaten als Beilage. Zwischendurch Suppe nach Lust und Laune.
6. Tag: Mageres, fettarmes Fleisch mit Gemüse oder Salat – noch Hunger? Richtig – Kohlsuppe.
7. Tag: Obstsaft (am besten frisch gepresst), Vollkornreis mit Gemüse und … Krautsuppe.
Vorteile der Kohlsuppendiät
Man ernährt sich warm und die Gemüsesuppe füllt den Magen. Da es hinsichtlich der Menge keine vorgeschriebenen Grenzen gibt, kann man sich sorglos Nachschub holen, sobald der Hunger kommt. Mittlerweile ist die Kohlsuppe ist auch im Supermarkt als Konserve oder in Apotheken in Drageeform erhältlich. Da man sich im Rahmen der Kohlsuppendiät fett- und kalorienarm ernährt, bemerkt man die ersten Abnehmerfolge recht rasch. Da die”Magic Soup” aus verhältnismäßig günstigen Lebensmitteln besteht, ist die Kohlsuppendiät gut für Sparfüchse geeignet. Arbeitende Menschen werden die Diät schätzen, da man nach einer Zubereitung, meist genügend Krautsuppe für einige Tage im Kochtopf hat. Diesen Vorrat muss berufstätiger Kohlsuppendiätler nur noch in eine Thermoskanne füllen, und mit zur Arbeit nehmen.
Nachteile der Kohlsuppendiät
Kohlsuppe am Morgen, Kohlsuppe zu Mittag, Kohlsuppe zu Abend. Zu guter Letzt hängt einem die Suppe irgendwann zu den Ohren raus und man kann sie nicht mehr sehen und riechen. Nicht zu vergessen die eventuell übel riechenden Nebenwirkungen … Der Hauptbestandteil der Suppe ist Weißkohl, dieser ist schwer verdaulich und wirkt blähend. Wessen Magen darauf empfindlich reagiert, wird über die gesamte Dauer der Kohlsuppendiät von Blähungen begleitet. Weder im Berufsalltag noch in der Umgebung der Familie angenehm. Auch ein Restaurantbesuch kann im Rahmen der Kohlsuppendiät, zur Herausforderung werden. Ein weiterer Nachteil der Kohlsuppendiät ist der fehlende Lerneffekt. Ernährt man sich nach Beendigung der Krautsuppendiät, genau so ungesund wie davor, wird man sich bald mit dem JoJo-Effekt auseinandersetzen müssen. Vitamine und Mineralstoffe in Ehren, was jedoch im Ernährungsplan der Kohlensuppendiät völlig fehlt ist Eiweiß. Das hat zur Folge, dass der Körper nicht nur durch die kalorienamre Ernährung viel Wasser ausscheidet, auch die Muskelmasse wird durch fehlende Eiweiß, abgebaut.
Ist Abnehmen mit der Kohlsuppendiät das Richtige für mich?
Wer kein Problem mit “Darmwinden” hat und schnell viel Gewicht verlieren möchte, kann die Kohlsuppendiät natürlich probieren. Auf Dauer ist eine reine Kohlsuppendiät jedoch keine Lösung und kann zu ernsthaften Eiweiß-Mangelerscheinungen führen. Weiters ist es aus gesundheitlicher Sicht durchaus bedenklich innerhalb einer Woche, so viel an Gewicht zu verlieren (angeblich ca. 5 – 8 kg pro Woche).
Weiters kann wissenschaftlich nicht belegt werden, dass im Kohl enthaltene Substanzen, die Fettverbrennung fördern. Daher sollten Menschen mit Stoffwechsel- oder Kreislauferkrankungen von der Kohlsuppendiät absehen. Die Kohlsuppendiät ist als langfristige Diät nur geeignet, solange man sich abwechslungsreich ernährt. Die Kohlsuppendiät ist zwar praktisch und billig, aber bei falscher Durchführung, leider auch ungesund.
Für alle Diätinteressenten haben wir eine Liste aller bekannten Diäten erstellt.


