Abends essen wie ein Bettler
Eine alte Weisheit besagt: Morgens essen wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler. Dieser Grundsatz für eine richtige Ernährung kennt jedes Kind und ist uralt. So existieren beispielsweise schon griechische Dokumente, deren Alter auf ca. 2000 Jahre geschätzt wird, und entsprechende Ratschläge enthalten. Diese gut gemeinten Tipps kennt ein jeder, nur halten tun sich die wenigsten dran und drehen den Spieß um: so wird bei vielen Menschen morgens nur kurz ein Kaffee getrunken, zum Mittag ein kleiner Snack im Steh-Imbiss eingenommen und abends, wenn man zur Ruhe kommt, erst richtig zugelangt. Und hier liegt der Fehler: gerade in den Abendstunden, wenn wir uns weniger bewegen, fährt auch unser Biorhythmus runter. Dies bedeutet für die Kalorien, dass sie sich ungehindert als Fettpölsterchen an Bauch, Beinen und Po ansiedeln können. Doch diesen Zustand kann man abändern und den überflüssigen Kilos entgegenwirken.
Bereits zum Frühstück sollte eine hochwertige, ausreichende und vor allem ausgewogene Ernährung erfolgen. Hierbei kann gut und gern zu einem fruchtigen Müsli mit gesunder Milch gegriffen werden. Aber auch Vollkornbrötchen mit einem leichten, fruchtigen Aufstrich, eine Quarkspeise oder Eier stärken die Abwehrkräfte, sättigen gut und lange und fördern die Leistungsfähigkeit im Alltag. Ebenso sollte beim Mittagessen eine gesunde und sinnvolle Mahlzeit erfolgen. Der schnelle Gang zum Fast-Food-Restaurant oder zum hiesigen Steh-Imbiss ist zwar bequem, aber auch sehr ungesund und nährstoffarm. Zudem sättigt das fettige Essen nur für kurze Zeit, belastet in großem Maße die Verdauung und fördert eine Heißhungerattacke, welche bereits in den Startlöchern steht. Viel besser und gesünder ist eine protein- und ballaststoffreiche Mahlzeit, welche beispielsweise mageres Fleisch, Fisch und Gemüse enthält. Auch ein frischer Salat mit einem leichten Dressing hält lange satt und ist aufgrund des hohen Ballaststoff- und Vitamingehalts sehr wichtig für unseren Körper und sorgt für eine gesunde Darmflora.
Stellt sich in den Nachmittagsstunden dennoch ein starkes Hungergefühl ein, so kann man sich gern hin und wieder ein Stückchen Schokolade gönnen. Dies sollte allerdings in Maßen und nicht zu oft geschehen. Viel besser sind hier Obsthäppchen, ein fettarmer Joghurt oder eine Quarkspeise mit frischen Früchten. Gegen Abend sollte nur noch ein leichtes Essen zu sich genommen werden. Hier empfehlen sich Vollkornprodukte und Gemüsespeisen. Es ist vor allem wichtig, sich beispielsweise gerade vor dem Fernseher nicht aus langer Weile mit Süßigkeiten satt zu essen. Vielen Menschen schlägt dieses schwere Essen auf dem Magen und neben dem Aspekt der zu hohen Kalorienaufnahme, schlafen auch sehr viele Leute aufgrund dessen extrem schlecht. Deshalb sollte ungefähr 3 Stunden vor dem Schlafengehen keine größere Nahrungsmenge mehr aufgenommen werden.
Wichtig ist neben der Nahrungsaufnahme auch das richtige Essen. Aufgrund des hohen Stressfaktors im Alltag, den viele Menschen heutzutage als Grund für zu schnelles und fettiges Essen angeben, spielt allerdings auch der Genuss eine gewichtige Rolle in unserer Ernährung. So sollte man sein Essen bei den Mahlzeiten bewusst miterleben und nicht hastig hinunterschlingen. Es ist zudem für eine geregelte Gewichtsreduktion wichtig, eine abwechslungsreiche Ernährung einzuschlagen und dies ebenso mit ein wenig Bewegung zu verbinden.
Wer dennoch abends nicht auf einen kleinen Snack verzichten möchte, kann sich Gemüsesticks mit einem leckeren Joghurtdip zaubern oder auf Vollkornstangen oder Getreidebrezeln zurückgreifen.
Mit Vitaminen durch die Herbstzeit
Wenn der Herbststurm um die Häuserecken fegt und der Regen an manchen Tagen keine Pause einlegt, heißt es für die Abwehrkräfte Extraschichten ein zu legen, damit der Körper nicht schlapp macht – dabei warten Viren und Co. bereits gierig darauf Schnupfen, Fieber, Heiserkeit und Husten zu servieren. Viele Menschen laufen jetzt schon den Ärzten die Türen ein, um sich gegen die kommenden Grippewellen impfen zu lassen. Hierbei werden dem Körper Grippeviren in abgeschwächter Form injiziert, was bewirken soll, dass wir vor weiteren Angriffen der Grippebazillen für den Rest der kalten Jahreszeit gewappnet sind. Doch dies ist in mancher Hinsicht ein Trugschluss: einige Patienten machen für einige Wochen eine richtige Grippe durch und schniefen sich Tag und Nacht durch das Leben. Ob diese Impfungen sinnvoll sind und ob diese auch den gewünschten Effekt bringen, sei einfach mal dahingestellt. Warum machen wir Menschen es uns eigentlich so schwer? Vor vielen Jahrzehnten gab es diese Impfungen, wie wir sie heute kennen, nicht – damals wurde mit frischen Gemüse und Obst gegen Krankheiten angekämpft. Warum nicht einfach nach der Weisheit „Back to the Roots“ leben?
Frisches Gemüse und knackiges Obst strotzen vor lebenswichtigen Vitaminen und wertvollen Mineralien. Unbehandelt und sofort verzehrt, versorgt es unseren Körper mit einer Vielzahl von wichtigen Abwehrstoffen für unser Immunsystem. Vitamin A – auch als Retinol bekannt – ist wichtig für unsere Schleimhäute und bildet somit eine Barriere gegen Krankheitserreger und andere Fremdstoffe. Vitamin C regt mitunter verschiedene Immunzellen an. Vitamin B6 stärkt unsere Abwehrzellen und Vitamin D wirkt sehr positiv auf unser Immunsystem.
Nicht nur im Frühjahr und Sommer erhalten wir auf den Wochenmärkten ein schönes Sortiment an leckeren Obst- und Gemüsesorten. Sicherlich sind wir durch die beerige Saison sehr verwöhnt, doch auch der Herbst hat einige Vitaminbomben zu bieten und steht dem sommerlichen Angebot kulinarisch gesehen in keiner Weise nach. So liegt die Auswahl vor allem bei Chinakohl, Staudensellerie, Fenchel, roter Beete und jeder Menge Zitrusfrüchte, welche sich taufrisch für ein leckeres Mittagessen und Nachmittagssnack anbieten. Nicht nur vom Geschmack sind sie ein wahrer Gaumenschmaus, sondern versorgen den menschlichen Organismus mit wertvollen Vitaminen, Aminosäuren und wichtigen Mineralien.
Der Chinakohl beispielsweise hat sich in den letzten Jahrzehnten in die europäischen Läden durchgesetzt und ist aufgrund seines dezent-nussigen Aromas für herzhafte Gerichte geradezu ideal. Nebenbei fügt er unserem Körper wichtige Eiweiße, jede Menge Vitamine C und reichlich Folsäure zu.
Für viele ist der Fenchel mit seinem anisähnlichen Geschmack ein eher eigenwilliges Gemüse, das nicht jedermann mundet. Dabei kommt es auf die Zubereitung an. Für ein wahres Herbstgemüse ist der Fenchel ein gigantischer Vitaminlieferant, der besonders viel Vitamin C, A und E liefert, reich an Kalium und ätherischen Ölen ist. Nicht nur als Tee, sondern auch gefüllt ist der Fenchel besonders delikat. Wer es eher mediterran liebt, kann den Fenchel auch mit Zwiebeln und Möhrenstreifen in einer Pfanne glasig dünsten, mit etwas Gemüsebrühe leicht köcheln lassen und dies anschließend mit Sahne, Salz, Pfeffer und frischer Zitrone abschmecken. Mit etwas Feta ist dies nicht nur eine gesunde Mahlzeit, sondern wärmt uns auch an kalten Herbsttagen.
Viele rümpfen bereits beim Namen der roten Beete die Nase. Dabei ist dieses Gemüse ein variables Knollengewächs, das schon vor vielen Jahrzehnten Familien satt und gesund hielt. Die rote Beete ist bereits in den ersten Septemberwochen in der Gemüseabteilung zu erhalten. Aufgrund des hohen Folsäurevorkommens ist diese besonders wertvoll und vor dem ersten Genuss gründlich zu säubern.
Mit diesen leckeren Gemüsesorten, fällt es dem einen oder anderen sicherlich leicht, die kommenden Herbstmonate zu überstehen. Für weitere Anregungen sind im Fachhandel mehrere Kochbücher erschienen, die speziell für herbstliche Genüsse inspirieren.


