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Diätenwahn – wenn Trennkost keinen Sinn macht

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2. Januar 2009 |  von pearly  |  Abnehmen  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

Jetzt ist das bestätigt worden, was wir alle insgeheim schon lange wußten: Diäten bringen nichts. Laut einer Studie scheitern 95% aller Diäten – und das liegt nicht an Ihnen! Wer bereits mehrere Diäten durchgeführt hat, kennt sich sicherlich bestens mit dem Jojo-Effekt aus. Gerade zum Frühjahr nehmen rund 9,5 Millionen Menschen wieder den Kampf mit den überschüssigen Kilos auf. Dabei fordern Experten Diäten ganz und gar aufzugeben. Für diese These haben sie auch recht gute Gründe.

Wer eine Diät beginnt, ist zum Anfang hin sehr euphorisch und hält strikt die Disziplin ein, doch diese hart erkämpften Anfangserfolge verflüchtigen sich in der Regel nach etwa einem halben Jahr – dann hat der Jojo-Effekt die Oberhand gewonnen. Ebenso ist erwiesen worden, dass auf plötzliches weniger Essen unser Körper panisch reagiert und automatisch den Energieumsatz um bis zu 40% senkt. So kann man nicht leicht abnehmen und der Diätenfrust ist vorprogrammiert. Dieser Frust weitet sich noch mehr aus: je mehr wir versuchen auf Essen zu verzichten, desto mehr kreisen die Gedanken um das Essen. Man tigert förmlich um den Kühlschrank oder das Vorratsschränkchen. Ein Essensverzicht, ohne sich selbst genau zu fragen, warum man es tut, ist fast schon ungesund. Irgendwann sucht sich der Körper eine Ersatzbefriedigung, welches das seelische Gleichgewicht durcheinander schmeißt. Der Teufelskreis zum Frustessen droht sich anzubannen, so dass wir unweigerlich in Stress geraten. So ungefähr wird das Versagen in punkto Diät vom Organismus hauptsächlich erlebt. Ein Fakt, dem man in Diätenzeiten kaum umgehen kann. Obwohl man denkt, dass man sich selbst und seinem Körper etwas Gutes tut, scheint sich der Körper gegen jegliche Gewichtsreduktion zu wehren.

Dabei gibt es gute Gründe um den Kilos den Kampf anzusagen: jeder zweite Deutsche ist durch Übergewicht gesundheitlich gefährdet und auch in Österreich sieht die Bilanz nicht besser aus: jeder zweite Österreicher hat ein Gewichtsproblem, welches über kurz oder lang in ernst zu nehmenden Krankheiten mündet. Dies kann beispielsweise zur Folge haben, dass Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck zunehmen und auch Diabetes allmählich zur Volkskrankheit wird.

Doch wenn Diäten nicht wirklich effektiv sind, was kann man dann gegen Übergewicht tun, um somit die Gesundheit zu schützen und auch die Lebenserwartung zu erhöhen?

Übermäßiges Essen und Gewichtszunahme sind komplexe Themen, welche gesellschaftliche sowie individuelle Aspekte beinhalten. Im Allgemeinen sind es allerdings die Menschen selbst, die sich in die Situation mit zuviel Gewicht zu leben auskommen müssen. Hierzu kommen Faktoren wie zu wenig Schlaf, privater sowie beruflicher Stress, Existenzverluste, finanzielle Unsicherheit, Hektik und zu wenig Raum für Privatsphäre oder Familie. Durch all diese Gegebenheit ist die körperliche Befriedigung durch fettfreies Essen tatsächlich kurzfristig gegeben. In der Tat werden so Stresshormone im Blutkreislauf gedämpft und Glückshormone freigesetzt. Eine Droge, welche schnell und preisgünstig zu haben ist.

Doch die wahre Lebensfreude bleibt bei so einem Essverhalten oder Diätenwahn vollends auf der Strecke. Um wirklich wieder Spaß am Essen zu haben und somit längerfristig Gewicht zu reduzieren braucht es mehr, als sich unnütz mit Essen voll zu stopfen.

Trotz des Alltagsstresses und anderer Sorgen ist es wichtig, sich beim Essen auf die kleinen Dinge zu besinnen und sich zur inneren Ruhe herabzulassen. Dies ist nur einer der vielen Tipps, die nötig sind, um wieder gesund und bewusst zu essen und sich von dem vergeblichen Schlankheitswahn zu lösen. Versuchen Sie sich während der Mahlzeiten zu entspannen und das Essen zu genießen. Zwanghaftes essen und das damit verbundene Ersatzbedürfnis zu befriedigen muss vollkommen ausgeschlossen werden und dem Genießen Platz machen. Es ist wichtig das natürliche Sättigungsgefühl wieder zu erkennen, anstatt so lang zu essen, dass man quasi „platzt“. Ein derartiges Völlegefühl führt nur zu Unwohlsein, Frustration und zu überschüssigen Fetteinlagerungen. Denken Sie immer daran: zunehmen ist leichter als abnehmen.

Durch dieses neue Lebensgefühl kombiniert mit einer kleinen Portion Bewegung jeden Tag werden Sie sehen, dass es mehr im Leben gibt, als nur dem Essen zu verfallen. So können Sie sich selbst wieder finden, gesund Kalorien abbauen und neue Kraft tanken.

Macht abnehmen gesund – oder lieber rund und gesund?

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30. Dezember 2008 |  von pearly  |  Abnehmen  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

In unserer Gesellschaft vorgelebt, stehen doch eher die schlanken Personen im Vordergrund und können Vorteile in Beruf, Bekleidung und öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen. Im Hintergrund stehen meist immer die Übergewichtigen, welche schräge Blicke ernten, Probleme beim Einkauf von Übergrößen haben und sich in mancher Hinsicht in unsere heutige Gesellschaft „hineinzwängen“ müssen.

Viele Menschen mit Übergewicht leben in der Erkenntnis, dass auch weitere Diäten keine Abhilfe schaffen. Auch wenn das Übergewicht als Risikofaktor an vielen Erkrankungen beteiligt ist, kommt man dennoch nicht umhin sich zu fragen, ob Abnehmen unbedingt gesünder macht?

Auch wenn Herzinfarkte oder Schlaganfälle von vielen Ärzten an erster Stelle als Begründung für häufige Todesursachen bei übergewichtigen Menschen angegeben wird, so kann ebenso kaum jemand mit einigen Kilos mehr auf den Hüften abstreiten können, dass ein starkes Übergewicht gesundheitliche Probleme mit sich zieht. Dennoch könnte man den Umkehrschluss ansetzten und behaupten, dass schlanke Menschen nicht zwangsläufig gesünder leben.

Zumindest belegen Statistiken, die beweisen, dass zahllos durchgeführte Diäten erfolglos verliefen. Somit ist es Fakt, dass das Problem der übergewichtigen Menschen mit dem Wunsch abzunehmen wesentlich komplexer ist. Doch warum verhindert unser Körper eine drastische Gewichtsreduktion?

Das Geheimnis liegt in unseren Genen. Unser Körper hat sich über eine Entwicklung von Millionen von Jahren dahin entwickelt, dass die aufgenommene Nahrungsenergie möglichst effektiv gespeichert wird. Diese Fähigkeit obliegt der evolutionären Überlebensstrategie des Menschen. Hunger führte zu ungeahnten Leistungen der Nahrungsbeschaffung und je größer der Hunger unserer Vorfahren war, desto mehr wuchs auch in ihnen das Verlangen diesen Mangel auszugleichen. Eine solche Entwicklung des Menschen über Jahrmillionen hinweg kann selbstverständlich heutzutage nicht innerhalb weniger Wochen umgestoßen werden. Diäten oder Ernährungsumstellungen müssen langsam und auf den Menschen abgestimmt durchgeführt werden, damit dieser evolutionäre Mechanismus zum Essen durchbrochen werden kann. Denn im Grunde genommen ist der Mensch vom genetischen Aspekt her nicht zum Abnehmen geschaffen.

Wissenschaftliche Studien haben bislang immer wieder belegt, dass übergewichtige Menschen Diätversuche nur mit großer Mühe durchhalten konnten. Anhand solcher Fakten kommt man zu der Überlegung, ob Abnehmen dann überhaupt gesund ist. Und wenn ja, wie sieht eine optimale Diät aus?

Mittlerweile gibt es verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen, welche Hungerkuren und Gewichtsverluste von 10-25% untersuchten. Das Ergebnis: diese Methoden zur Gewichtsreduktion führten häufig zu Herzrhythmusstörungen und Gallensteinen. Bei stark übergewichtigen Personen führten sogar deutliche Gewichtsabnahmen zu einer höheren Sterblichkeitsrate zwischen 40-60 %. Hierbei wurden als Todesursache in vielen Fällen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle benannt, welche eigentlich durch eine Gewichtsreduktion gesenkt werden sollte. Das Resultat: übergewichtige Menschen, die deutlich abnehmen, tragen ein größeres Risiko an Gefäßerkrankungen zu sterben, als Übergewichtige, die weiterhin ihr Gewicht mit sich tragen.

Daher raten Experten von drastische Gewichtsreduktionen und Hungerkuren unbedingt ab. In diesen Fällen ist eine umfangreiche und genaue Aufklärung der Betroffenen über Folgen und Nebenwirkungen von Diäten sehr wichtig. Eine lediglich fettarme Ernährung mit viel Bewegung sei gerade für übergewichtige Menschen nicht sonderlich förderlich. Ein genauer Ernährungsplan eines Arztes oder Ernährungswissenschaftlers ist somit eine wesentlich bessere Lösung. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung wird bei diesen Personen vielleicht nicht innerhalb kürzester Zeit zu einem Erfolg führen, dennoch nach Ablauf einer bestimmten Dauer den Kilos den Gar ausmachen.