In einer Zeit der Computerspiele, Döner, Fertigpizzen, Softdrinks und Alkopops fällt es den Jugendlichen immer schwerer ihr Idealgewicht zu halten. Zudem kommen auch schwerwiegende Faktoren, wie Fernsehen und andere Medienexemplare hinzu, die sportliche Aktivitäten verdrängen und den Hang zur „Couchpotato“ verstärken. Doch langfristig ist das nicht nur ungesund, es schadet der Gesundheit ungeachtet langhaltig. Dies wird sich nicht in den nächsten Jahren zeigen, sondern den Teenagern von heute im Alter schwer zu schaffen machen. Übergewicht und Sportmuffeligkeit kann zu Kreislaufproblemen, Herzbeschwerden, Diabetes, Muskel- und Knochenproblemen im Alter führen und zieht nicht selten eine Palette von Medikamenteneinnahmen mit sich. Leider fehlt vielen Teenies die Einsicht: warum soll ich mich denn abmühen, mir geht es doch gut. Aber was passiert im Alter?
Damit die Leiden nicht ausarten oder gar auftreten und man auch in späteren Jahren körperlich fit bleibt, bietet dieser Artikel ein paar Diät Tipps für Jugendliche.
1. Natürlich darfst du essen, was du möchtest. Ein Leben ohne Pommes & Co. ist schwer zu ertragen. Aber die Regel lautet: Bitte in Maßen anstatt in Massen. Döner und Hamburger ein Mal in der Woche sind durchaus erlaubt und sind eine Wohltat für die Seele, solange auch Vollkornprodukte, fettreduzierte Milch, Joghurts und ähnliche Leckereien aufgenommen werden.
2. Du selbst kennst dich am Besten, also überleg dir, was du gern magst und worauf du im Alltag gut und gern verzichten kannst. Einige können gar nicht ohne Schoko leben, andere stehen eher auf Chips. Alternativen gibt es einige, aber auch wenn es nicht so aussieht, die fettarmen Varianten im Supermarkt schmecken meist genauso gut und haben weniger Kalorien. Beim nächsten Einkauf kannst du ja mal die Nährwertnavigationen vergleichen.
3. Auch wenn es anstrengend ist, aber musst du jeden Morgen mit dem Auto oder dem Bus zur Schule? Der alte Drahtesel in der Garage hat dir früher schon treue Dienste erwiesen und auch heute kannst du mit ihm einige Kalorien verbrennen. Wenn du täglich eine Runde mit dem Rad fährst, darfst du dir auch einige Kalorien dazu gönnen.
4. Radfahren ist nicht dein Ding? Dann schaff einen ähnlichen Ausgleich. Sport ist zwar anstrengend, aber es tut unserem Körper gut, hält uns fit und fördert den Kalorienabbau. Vielleicht liegt dein Interesse eher beim Inline-Skaten, Fußball oder im Fitness-Center.
5. Auch wenn die Models im Fernsehen perfekt sind, wenn sie morgens aufstehen, sehen sie im Spiegel ähnlich aus wie wir. Fang nicht mit Hungerdiäten oder ähnlichen Spaßereien an. Topmodels achten sehr auf ihre Ernährung und führen ein straffes Sportprogramm, um fit zu bleiben.
6. Man sieht es ihnen nicht an, aber Cola, Sprite und Alkopops enthalten eine Menge Zucker. Wusstest du, dass sich in einem Liter Cola rund 36 Stück Würfelzucker befinden? Und hastest du überhaupt eine Ahnung, dass sich Alkohol im Körper zu Zuckerbausteinen zusammensetzt? Dies sind alles wahre Kalorienbomben, die unseren Insulinspiegel in die Höhe treiben. Wir nehmen so unnötige Kalorien zu uns, die uns nicht mal sättigen.
7. Wenn du meinst, dass Süßstoff ein super Ersatz für Zucker ist, dann ist das nicht ganz richtig. In Wahrheit solltest du diesen nur bedingt anwenden. Denn Süßstoff meldet in unserem Körper einen Zuckerverbrauch an, der Körper wartet darauf, bekommt aber nichts und dadurch stellt sich ein Hungergefühl ein. Deshalb solltest du nur mit Bedacht Süßstoff zu dir nehmen.
8. Gemüse und Salate sind eine gute Ernährungsumstellung. Achte dennoch darauf, dass du die Rohkost nicht zu spät abends zu dir nimmst, ansonsten gären sie im Magen und bilden auch Fettpolster. Drei Stunden vor dem Schlafgehen solltest du das letzte Mal essen. So verbrennst du besser Kalorien und kannst auch besser schlafen.
9. Fruchtsäfte sind zwischendurch mal eine gute Alternative, aber auch hier musst du vorsichtig sein. Denn der Fruchtzucker ähnelt dem Kristallzucker im Aufbau sehr und wird in unserem Körper auch gleichartig behandelt. Dies gilt auch für Light-Fruchtsäfte. Um hier nicht in eine Kalorienfalle zu tappen, ist es angebrachter, dass du die Säfte zur Hälfte mit Mineralwasser mischst und so leckere Schorlen zauberst.
10. Abnehmen ist nicht leicht – was vor langer Zeit zu Speckröllchen gezüchtet wurde, ist nun schwer wieder los zu werden. Daher musst du geduldig sein und dein Ziel nicht vor Augen verlieren. Crash-Diäten, irgendwelche Appetitszügler oder ähnliche Präparate sind nicht von Dauer und lassen auf einen Erfolg warten. Nur wer seine Ernährung und seinen Lebensstil ändert, wird auf Dauer glücklich werden. Das ist auch der wichtigste unserer Diät Tipps für Jugendliche: Nur eine dauerhafte Umstellung der Ernährung und ausreichend Sport schaffen Gesundheit und eine tolle Figur.
Gründe für Übergewicht
Wir kennen ihre Geschichte nicht, aber wir sehen sie überall, jeden Tag: übergewichtige Menschen. Mittlerweile ist die Fettleibigkeit zu einer Art Volkskrankheit mutiert. Laut einer Studie von 2006 waren 58% aller erwachsenen Männer und 42% aller Frauen in Deutschland übergewichtig. Der Prozentsatz bei untergewichtigen Männern oder Frauen lag hingegen bei nur einem Prozent. Europaweit ist Deutschland führend in der Kategorie übergewichtiger Menschen und ein Ende ist nicht in Sicht. Bereits jedes 5. Kind leidet heutzutage an massivem Übergewicht. Eine erschreckende Bilanz. Auch Österreich liegt ziemlich weit oben in der Liste der übergewichtigen Länder: österreichische Frauen landeten europaweit auf Platz 5 und die Männer auf Platz 11. Schlusslichter bilden in Italien die Frauen und in Estland die Männer. Doch woran mag es liegen, dass wir scheinbar mehr übergewichtige denn normalgewichtige Menschen in Europa haben?
Wesentliche Ursachen für ein Übergewicht sind beispielsweise Bewegungsmangel, genetische Faktoren, Stoffwechselstörungen, Lebensmittelunverträglichkeiten, jahrelanger Medikamentenverbrauch, aber auch Überernährung. Während unser Großeltern eine Mahlzeit mit Fleischbeilage als wahres Festessen bezeichneten, steht dieses Lebensmittel im Durchschnitt in der heutigen Zeit mehr als zwei Mal die Woche auf dem Tisch. Nicht ganz unbeteiligt sind unter anderem auch die Medien: Alkoholika, Fast-Food, Süßigkeiten und andere Knabberartikel werden wohlwollend vermarktet und auch in rauen Mengen angenommen. Aber was läuft nun bei regelmäßiger, überportionierter Nahrungsaufnahme im Körper ab?
Damit unser Körper funktioniert, benötigt er eine gewisse Menge an Energie. Wird dem Körper allerdings mehr Energie zugeführt, als er letztendlich überhaupt benötigt, werden die Energieüberschüsse in Fettreserven umgewandelt und an den typischen Stellen, wie zum Beispiel Po, Bauch, Oberschenkel und Hüften, gelagert. Gerade in den Industrieländern hat sich der Energiekonsum in den letzten 100 Jahren radikal verändert. Um das 20. Jahrhundert wurden durchschnittlich 60-70% der Nahrung durch Kohlenhydrate und 20-25% durch Fett eingenommen. Heute wird wahrhaftig das Doppelte, an die 40-45%, der gesamten Nahrungsenergie aus Fett gewonnen. Woran mag dies liegen? Was läuft im Gegensatz zu damals heute anders?
Ein weiterer nicht zu verachtender Aspekt liegt dem heutigen Kostenfaktor zugrunde: so ist es nun unumstößlich, dass ungesundere, kalorienreiche Nahrung wesentlich günstiger ist, als gesunde und vitaminreiche Lebensmittel. Auch der zunehmende Bewegungsmangel begünstigt eine Fettaufnahme und ist für Fettleibigkeit und Übergewicht geradezu typisch. In den letzten 20-30 Jahren ist der Energieanteil an Bewegung um durchschnittlich 200-400 Kilokalorien zurückgegangen. Die fehlenden körperlichen Aktivitäten bilden eine ideale Grundlage für Übergewicht, sei es nun, ob der Sport in der Freizeit fehlt, oder bei der Arbeit Bewegung nur Mangelware ist. Was die Erwachsenen den Kindern vorleben, wird auch in Zukunft zu weiteren erschütternden Zahlen beitragen. Während vor 20 Jahren noch Versteckspielen, Sackhüpfen und Rollschuhfahren die Freizeitbeschäftigungen der Kinder voll ausschöpften, zählen Computerspiele und Fernsehen heutzutage zu den meist genannten Hobbys. Im Durchschnitt sitzt heute jedes Kind durchschnittlich 26 Stunden pro Woche vor dem Fernseher, hingegen gab es diesen Luxus vor 50 Jahren noch nicht und die Bewegung und Spielaktivitäten an der frischen Luft waren die Alternativen schlechthin.
Was kann man nun tun, um nicht weiter in die Kalorienfalle zu sinken?
Als erstes sollten wir alle unseren Kindern mit gutem Beispiel vorausgehen und uns wieder mehr körperlich betätigen. Das tut nicht nur dem Körper und dem Übergewicht, sondern auch dem Geist und dem allgemeinen Wohlbefinden gut. Auch wenn in der heutigen Zeit unsere Arbeit enorm durch Maschinen und automatische Vorrichtungen erleichtert wird, so müssen wir dennoch einen Ausgleich nach der Arbeit finden – Sport mit der Familie ist die beste Lösung gegen dieses Problem und macht auch noch Spaß.
Abnehmen und den Kilos den Kampf ansagen, ist wahrlich manchmal nicht einfach, aber auch nicht unmöglich: mit ein wenig Ernährungsumstellung – beispielsweise alle weißen Nahrungsmittel meiden und mehr Vollkornprodukte verzehren – und viel Wasser oder Fruchtschorlen durch zuckerhaltige Softdrinks ersetzen, sind eine gute Grundlage und der erste Schritt in die richtige Richtung.
Wer sich nicht sicher über sein Gewicht ist oder zu Übergewicht neigt und dies ändern möchte, sollte auf jeden Fall seinen Arzt konsultieren, der unter dessen Aufsicht einen Diät – und Sportplan aufstellt, der sicherlich auf Dauer Erfolg bringen wird.


