Radfahren – gesund und klimafreundlich
Durchschnittlich gesehen besitzt mindestens jeder Bundesbürger ein eigenes Fahrrad. Doch benutzen tun es nur die Wenigstens. Anstatt lieber einmal öfters den Auto in der Garage stehen zu lassen, verstaubt eher das Drahtgestell im Schuppen. Dabei wäre das Gegenteil für Körper und Seele sowie für die Umwelt bedeutend besserer. Laut medizinischen Studien gibt es neben dem Radfahren kaum eine andere alternative Sportart, die gelenkschonender wäre. Da beim Radfahren das meiste Gewicht auf dem Sattel ruht, werden Gelenke und Knochen nicht belastet. Wer außerdem regelmäßig mit dem Rad unterwegs ist, tut sowohl seinem Kreislauf als auch dem Stoffwechsel einen Gefallen, baut nebenbei auch noch Übergewicht ab und tut seinem Cholesterinspiegel noch was Gutes. Und dabei muss man nicht mal stundenlang fahren, um in Form zu kommen: bereits eine halbe Stunde zwei Mal die Woche reichen aus, um das Herz zu kräftigen und für ein allgemeines Wohlbefinden zu sorgen. Das Schlagvolumen des Herzens wird erhöht, die Pumpleistung verringert und der Blutdruck gesenkt. Dies hat zur Folge, dass ein Herzinfarktrisiko um bis zu 50% gesenkt werden kann – ein Sport, der sich also auch auszahlt. Zudem können durch diesen leichten Sport auch andere Probleme, wie zum Beispiel leidige Rückenschmerzen behoben werden. Die bessere Sitzhaltung auf dem Fahrrad sowie die gleich bleibenden, fließenden Bewegungen sorgen für einen sanften Muskelaufbau. So werden zum Beispiel auch die Bandscheiben in Schuss gehalten.
Selbst für diejenigen, die Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System plagen, ist der Radsport geeignet. Allerdings sollte vor einer Radtour der Arzt aufgesucht werden, da dieser noch besondere Tipps und Ratschläge parat hält. Wer dagegen eher unsportlich ist oder schon seit längerem keiner Sportart mehr gefrönt hat, sollte es lieber mit der ersten Radrunde langsamer angehen, um Muskelverspannungen oder Zerrungen aus dem Wege zu gehen.
Aber nicht nur für das persönliche, körperliche Wohl spielt das Radfahren eine gewichtige Rolle. Auf für unser Erdklima ist der umweltfreundliche Sport besonders gut. Wer hin und wieder mal das Auto stehen lässt oder auf eine Bahnfahrt verzichtet und lieber mit dem Rad unterwegs ist, tut eine Menge für unsere Erde: denn bereits 20km, die wir beispielsweise mit dem Auto auf dem Weg zur Arbeit befahren – mit einem Wagen, der durchschnittlich 10 Liter pro 100 Kilometern verbraucht – sparen wir ca. 800 Kilogramm CO² pro Jahr. Was hier nicht auf Anhieb besonders viel klingt, sollte auf die gesamte Menschheit bezogen werden. Nicht ein Mensch allein kann unsere Erde retten, nur durch die Zusammenarbeit durch uns alle kann eine Klimakatastrophe verlangsamt werden. Sind diese Gründe noch nicht Anlass genug zum Umdenken???
Wissenschaftler haben bereits bestätigt, dass das Klima auf unserer Erde nachhaltig geschädigt ist. Dies beweisen unter anderem die Dürreperioden, zerstörerische Wirbelwinde oder katastrophale Regengüsse. Wenn wir Menschen diese Hilfeschreie unserer Welt weiter ignorieren, werden sich folgende Schäden weiter ausbreiten: bis zum Jahr 2100 wird sich das Klima um 1-3 Grad erwärmen, was zur Folge haben wird, dass die Polarkappen schneller schmelzen und diesen den Meeresspiegel um 15 – 90 cm ansteigen lassen wird. Dies hat wiederum den Grund, warum einige Gebiete unserer Erde überflutet werden würden, welches Tiersterben oder Nahrungsmangel auch mit sich ziehen würde. Egal, wie der Mensch es dreht oder wendet, nur ein besseres und bewusstes Leben miteinander und mit der Erde lässt eine Klimakatastrophe zwar nicht mehr verhindern, aber dennoch verlangsamen.
Deshalb sollte hin und wieder das gute Fahrrad genutzt werden und der Gesundheit sowie der Umwelt geholfen werden.
Alternativen für Sportmuffel
Sport ist gesund – das wissen wir alle und dennoch treiben zu wenig Menschen Sport oder bewegen sich genügend. Bereits im Kindesalter fangen diese Schwierigkeiten an und immer mehr Kleinkinder leiden bereits an Übergewicht oder gar Fettleibigkeit. Doch was kann man tun, um bereits in diesem Alter die Denkweise um zu stellen?
Zugegeben: diese Aufgabe ist nicht sonderlich leicht. Selbst wir Erwachsenen tun uns schwierig, genügend Sport in unseren Alltag mit einzubringen. Der Workoholic, der im Büro mehr als 10 Stunden arbeitet, wird den Feierabend seltener mit Joggen oder Power-Walking verbringen wollen und auch der Bauarbeiter, der 8 Stunden bereits auf der Baustelle körperliche Höchstleistung erbracht hat, wird sich eher seinem Feierabendbierchen widmen, als nach Dienstschluss in einem Fitnessstudio zu sitzen. Durch die heutige Schnelllebigkeit und dem damit verbundenen Stress fällt es den Erwachsenen regelrecht schwer, seinen Kindern ein richtiges Vorbild zu sein. Aber es muss dennoch die Möglichkeit bestehen, als aktiver Sportmuffel dem Bauchspeck den Kampf anzusagen. Wer nicht immer die Zeit hat sich auf dem Tennisplatz oder in der Turnhalle auf zu halten, kann sich mit folgenden, alternativen Bewegungsmöglichkeiten fit halten und somit seinen Kindern ein Beispiel zur Freude an Sport sein.
Bewegung ist gesund
Vor den ersten Sportaktivitäten gilt: Dehnübungen nicht vergessen. Wer über einen längeren Zeitraum keinem Sport gefrönt hat, sollte nicht zu übereifrig sein und gleich im vollen Tempo durchstarten. Das Dehnen von Arm-, Bein- und Rückenmuskulatur wirkt einem späteren Muskelkater vor und verhindert ebenso Bänderrisse oder Verspannungen. Ein leichtes Lauftraining ist für eingerostete Sportler durchaus akzeptabel und reicht für den Anfang. Man sollte sich auf keinen Fall übernehmen und die regelmäßigen Läufe lieber langsam steigern, als sich gleich am Anfang aus zu powern. Die Gefahr eines Kreislaufkollapses oder Herzrhythmusstörungen sind während der anfänglichen Trainingseinheiten einfach zu hoch und können durch steigerndes Sportverhalten vermieden werden.
Wer sich mit dem Laufen nicht so anfreunden kann, ist vielleicht für Yoga oder Pilates zu begeistern. Yoga ist eine Entspannungsgymnastik, die auf uralte, asiatische Traditionen beruht. Spezielle Atem – und Bewegungstechniken entspannen den Körper und ertüchtigen Fleisch und Seele. Bei Pilates handelt es sich um ein Fitnessprogramm, bei denen gezielte Körperpartien trainiert werden. Die Ausübungen sind in heimischer Atmosphäre ein guter Einstieg für Sportmuffel in die Fitness- und Aerobicwelt.
Wem diese Sportarten immer noch zu anstrengend sind, kann auch erstmal ganz klein anfangen. Mit einem Spaziergang in freier Natur ist Fitnesswilligen auch bereits genüge getan. Eine kleine Stunde Bewegung am Tag und der Körper wird sich innerhalb kürzester Zeit mit Vitalität, Ausgeglichenheit und innerer Ruhe bedanken.
Welche Sportart wann und wie lange ausgeübt wird, bleibt letztendlich jedem Menschen selbst überlassen – wichtig ist nur, es nicht länger auf die lange Bank zu schieben und bereits heute noch mit den Bewegungsalternativen zu beginnen.
Für diejenigen, die bislang dachten, Hausarbeit wäre nur etwas für Frauen: bereits 30 Minuten Haushalt führen – und dabei ist es egal, ob der Staubsauger geschwungen wird oder die Fenster geputzt werden – erleichtern uns bereits um 95 kcal. Auch der Einkauf könnte zum Beispiel statt mit dem Auto vielleicht mit dem Fahrrad erledigt werden. Egal wie die Bewegung funktioniert, der Erfolg wird nicht lange auf sich warten lassen.

