Fit durch die herbstliche Jahreszeit
Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, stellt sich auch langsam aber allmählich unser Organismus um. Dies hat allerdings nichts mit den Jahreszeiten zu tun, sondern damit, dass wir Menschen uns auf den Winter umstellen, weniger bewegen, mehr essen und auch länger auf der Couch sitzen. Wenn draußen die Blätter bunt werden und von den Bäumen fallen, wünscht sich auch so mancher Abnehmwillige, dass auch die Kilos so schnell purzeln müssten.
Damit sich die kalte und dunkle Jahreszeit nicht als Kalorienfalle entpuppt, sind im folgenden Artikel einige kleine Tipps enthalten, damit es im nächsten Frühjahr kein böses Erwachen gibt.
Bereits in den Herbstmonaten finden wir in den Supermärkten schon vorweihnachtliche Leckereien. An Lebkuchen, Spekulatius, Marzipan und Co. einfach so vorbeihuschen können dabei die Wenigsten. Ehe man sich versieht sind bereits ein leckerer Mandelstollen und eine Tüte Dominosteine in den Einkaufwagen geraten. Die Vorfreude darauf ist so groß, die Anzahl der Kalorien, welche durch die Nährstofftabelle auf der Packung offen gelegt sind, allerdings auch. Eine Sünde wäre nicht schlimm, wenn man während der kalten Jahreszeit nicht auch noch den Sport vernachlässigen würde. Und hier liegt der Knackpunkt: niemand kann etwas gegen ein wenig Marzipankonfekt einwenden oder ein paar Zimtsterne, wenn im Gegenzug auch ein wenig körperliche Ertüchtigung den Ausgleich verschafft.
Allerdings haben der Herbst und Winter nicht nur süße Delikatessen zu bieten. Schauen wir uns in der Gemüseabteilung um, so finden wir reichlich Weißkohl, Grünkohl, Rotkohl und auch Wirsing. Diese wahren Vitaminlieferanten sind lecker und sehr gesund. Wer sie allerdings mit dicken Räucherwürsten anrichtet, wird den überflüssigen Kilos kaum ein Schnäppchen schlagen können. Auf Fleisch zu den Wintergerichten muss keinesfalls verzichtet werden und ist überhaupt nicht nötig: anstatt der Speckseiten und Würste ist auch ein gutes Stück mageres Kasseler sehr delikat und weniger fetthaltig.
Schauen wir uns weiter um, so entdecken wir auch den beliebten Kürbis. Dieser ist nicht nur zur Dekoration hervorragend geeignet, sondern ist aufgrund seines hohen Vitamingehaltes ein begehrtes Lebensmittel. Neben Kalium, Zink, Mangan, Selen und Eisen ist das kugelrunde Kürbisgewächs auch kalorienarm, sehr wasserhaltig und daher bestens geeignet zum Abnehmen. Besonders beliebt ist die Kürbissuppe. Nach traditionell amerikanischem Rezept wird der Kürbis mit Möhren, Zwiebeln, Milch und Brühe gekocht und gibt ein schmackhaftes Gericht ab.
Wer dem Süßen nicht widerstehen kann, findet auch herbstliche Obstsorten: ob Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Weintrauben, Orangen, Mandarinen, Datteln und Feigen – hier kommen alle Leckermäulchen auf ihre Kosten – doch Vorsicht: aufgrund des Traubenzuckers im Obst, sollte alles in Maßen gegessen werden, da dieses sich ebenso wie normales Zucker im menschlichen Körper verhält und somit zusätzliche Kalorienaufnahme bedeutet.
Auch wenn es gerade jetzt, wenn es kalt und frostig wird, schwer fällt ein wenig Sport zu treiben, sollte man dennoch durchhalten und sich täglich ein wenig bewegen. Bereits eine halbe Stunde Walking oder Spazierengehen kurbelt den Kreislauf an, fördert den Stoffwechsel und stärkt die Abwehrkräfte. Nach wenigen Minuten ist man bereits aufgewärmt und spürt die Kälte kaum noch.
Wer Joggen oder Walken nun nicht in seinen Alltag mit einbringen kann, braucht sich nicht zu ärgern: auch Haushaltsarbeiten und andere Tätigkeiten helfen uns den unerwünschten Fettpölsterchen entgegenzuwirken. In den Herbsttagen fallen täglich mehrere Säcke buntes Laub – wer jeden Tag die Harke schwingt verliert bereits in der ersten halbe Stunde einige Kalorien.
Warum warten bis der nächste Frühjahrsputz anfällt? Durch Staubsaugen, Boden wischen, Fensterputzen und Betten abziehen halten wir uns fit, bewegen uns ausreichend und verbrennen somit auch noch reichlich Kalorien. So kann Hausarbeit auch Spaß und Vergnügen bereiten.
Selbst im Büro ist man den Kilos nicht machtlos unterlegen: anstatt des Liftes kann man auch täglich die Treppen benutzen. Bevor man dem Kollegen im Nebenzimmer ein Email schreibt oder ihn anklingelt, kann man ihn kurz besuchen. In der Mittagspause einen kleinen Spaziergang einlegen, vielleicht mit den Kollegen zusammen, bringt ebenso Abwechslung und ist hervorragend gegen die Schlacht der Kilos.
Wie man sehen kann, gibt es reichliche Methoden um den leckeren Sünden des Herbsts zu widerstehen – man darf sich nur nicht all zu sehr gehen lassen.
Abends essen wie ein Bettler
Eine alte Weisheit besagt: Morgens essen wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler. Dieser Grundsatz für eine richtige Ernährung kennt jedes Kind und ist uralt. So existieren beispielsweise schon griechische Dokumente, deren Alter auf ca. 2000 Jahre geschätzt wird, und entsprechende Ratschläge enthalten. Diese gut gemeinten Tipps kennt ein jeder, nur halten tun sich die wenigsten dran und drehen den Spieß um: so wird bei vielen Menschen morgens nur kurz ein Kaffee getrunken, zum Mittag ein kleiner Snack im Steh-Imbiss eingenommen und abends, wenn man zur Ruhe kommt, erst richtig zugelangt. Und hier liegt der Fehler: gerade in den Abendstunden, wenn wir uns weniger bewegen, fährt auch unser Biorhythmus runter. Dies bedeutet für die Kalorien, dass sie sich ungehindert als Fettpölsterchen an Bauch, Beinen und Po ansiedeln können. Doch diesen Zustand kann man abändern und den überflüssigen Kilos entgegenwirken.
Bereits zum Frühstück sollte eine hochwertige, ausreichende und vor allem ausgewogene Ernährung erfolgen. Hierbei kann gut und gern zu einem fruchtigen Müsli mit gesunder Milch gegriffen werden. Aber auch Vollkornbrötchen mit einem leichten, fruchtigen Aufstrich, eine Quarkspeise oder Eier stärken die Abwehrkräfte, sättigen gut und lange und fördern die Leistungsfähigkeit im Alltag. Ebenso sollte beim Mittagessen eine gesunde und sinnvolle Mahlzeit erfolgen. Der schnelle Gang zum Fast-Food-Restaurant oder zum hiesigen Steh-Imbiss ist zwar bequem, aber auch sehr ungesund und nährstoffarm. Zudem sättigt das fettige Essen nur für kurze Zeit, belastet in großem Maße die Verdauung und fördert eine Heißhungerattacke, welche bereits in den Startlöchern steht. Viel besser und gesünder ist eine protein- und ballaststoffreiche Mahlzeit, welche beispielsweise mageres Fleisch, Fisch und Gemüse enthält. Auch ein frischer Salat mit einem leichten Dressing hält lange satt und ist aufgrund des hohen Ballaststoff- und Vitamingehalts sehr wichtig für unseren Körper und sorgt für eine gesunde Darmflora.
Stellt sich in den Nachmittagsstunden dennoch ein starkes Hungergefühl ein, so kann man sich gern hin und wieder ein Stückchen Schokolade gönnen. Dies sollte allerdings in Maßen und nicht zu oft geschehen. Viel besser sind hier Obsthäppchen, ein fettarmer Joghurt oder eine Quarkspeise mit frischen Früchten. Gegen Abend sollte nur noch ein leichtes Essen zu sich genommen werden. Hier empfehlen sich Vollkornprodukte und Gemüsespeisen. Es ist vor allem wichtig, sich beispielsweise gerade vor dem Fernseher nicht aus langer Weile mit Süßigkeiten satt zu essen. Vielen Menschen schlägt dieses schwere Essen auf dem Magen und neben dem Aspekt der zu hohen Kalorienaufnahme, schlafen auch sehr viele Leute aufgrund dessen extrem schlecht. Deshalb sollte ungefähr 3 Stunden vor dem Schlafengehen keine größere Nahrungsmenge mehr aufgenommen werden.
Wichtig ist neben der Nahrungsaufnahme auch das richtige Essen. Aufgrund des hohen Stressfaktors im Alltag, den viele Menschen heutzutage als Grund für zu schnelles und fettiges Essen angeben, spielt allerdings auch der Genuss eine gewichtige Rolle in unserer Ernährung. So sollte man sein Essen bei den Mahlzeiten bewusst miterleben und nicht hastig hinunterschlingen. Es ist zudem für eine geregelte Gewichtsreduktion wichtig, eine abwechslungsreiche Ernährung einzuschlagen und dies ebenso mit ein wenig Bewegung zu verbinden.
Wer dennoch abends nicht auf einen kleinen Snack verzichten möchte, kann sich Gemüsesticks mit einem leckeren Joghurtdip zaubern oder auf Vollkornstangen oder Getreidebrezeln zurückgreifen.


