Trendsport Aqua – Jogging
Neue Trends kommen und gehen – meist werden Neuheiten im Bereich Sport von eingefleischten Sportlern eher belächelt, da sie in vielen Fällen eine „Modeerscheinung“ sind. Warum sich mit Trendsportarten abgeben, wenn sich altbewährte Trainingseinheiten mit Laufen, Schwimmen und Walking immer gut gehalten haben?
In vielerlei Hinsicht mögen diese Aussagen stimmen, doch die eine oder andere Neuheit am Sporthimmel setzt sich dennoch erstaunlicherweise gut durch und wird sogar nicht selten zum neuen Lieblingssport erkoren. Dies trifft auch auf Aqua – Jogging zu. Zuerst war dieses Fitnessprogramm eher eine Übung zu Rehabilitationsmaßnahmen, doch dann erlangte das Aqua – Jogging stetige Beliebtheit. Aber was genau ist Aqua – Jogging und was hat es mit diesem neuen Trendsport auf sich?
Das Aqua – Jogging kommt ursprünglich aus den USA. Dort wurde es in erster Linie für Patienten empfohlen, welche nach einer schweren Operation ihren Körper durch leichte Bewegungen wieder trimmen mussten. Doch schon bald fand das Aqua – Jogging auch außerhalb des medizinischen Bereiches Beliebtheit und wurde insbesondere von älteren und übergewichtigen Leuten gut angenommen. Joggen im Wasser – eine Kombination aus Laufen und Schwimmen. Eine interessante und erfrischende Sporterneuerung. Doch wie genau sieht Aqua – Jogging aus und was wird schwerpunktmäßig trainiert?
Vor den Trainingseinheiten erhält der Sportler spezielle Schuhe, die für einen besseren Halt im Wasser sorgen sollen und einen robusten Schaumstoffgürtel, welcher dem Körper Auftrieb gibt und somit das Treten im Wasser erschwert. Was sich hier leicht anhört, ist in der Praxis nicht unbedingt ein Zuckerschlecken. Durch Beinübungen, Beine grätschen, intensive Armübungen, Joggen im Kreis oder Radfahrübungen kommt man selbst im wohltemperierten Wasser oft ins Schwitzen. Der Körper wird gefördert, dennoch gelenkschonend trainiert – ein Training, der es wahrhaftig in sich hat und gleichzeitig Spaß und Freude am Sport verbindet.
Sehr wichtig beim Aqua – Jogging ist die aufrechte Haltung im Wasser, was bedeutet: Brust raus, Schultern zurück und Bauch rein! Nun können die Übungen beginnen: die einzelnen Bewegungen beim Jogging können hier variieren. Gezielte Bein – und Armübungen sind jedoch der Kernpunkt der Übungen und werden immer wieder durchgenommen.
Durch Gruppentraining oder Einzeltrainingseinheiten ist das Erkennen der Belastungsgrenzen sehr von Vorteil. Das Trainieren von Ausdauer und Schnelligkeit ist zwar ausbaufähig, sollte dennoch nicht unterschätzt werden. In erster Linie gilt das Aqua – Jogging zum Muskelaufbau, der Steigerung von Kraft und als allgemeines Ausdauertraining. Sehr wichtig: was an Land als Leichtigkeit angenommen wird, ist im Wasser reines Gesamttraining im Zusammenspiel der Muskeln und stellt somit ein optimales Allround-Training dar.
Dennoch hat Aqua – Jogging im Gegensatz zum normalen Lauftraining mehr Vorteile: da das Jogging im Wasser vollzogen wird, geraten Muskeln, Bänder und Knochen nicht dermaßen in Anspruch wie beim Laufen an Land. Typische Muskelansäuerungen oder Sauerstoffmängel werden hierdurch vermieden, das Herz – Kreislaufsystem gestärkt und die Durchblutung angeregt. Auch wenn es hier nicht so klingt: Aqua – Jogging trägt ebenso zur Muskelentspannung bei, da das Element Wasser den Muskeltonus besänftigt. Gelenkschmerzen, Wirbelsäulenbeschwerden und Bänderrisse werden im Gegensatz zu anderen Sportarten leichter gemieden, so dass beim Aqua – Jogging durchaus von einem idealen Fitnessprogramm für Jung und Alt gesprochen werden kann. In diesem Jahr gilt das Aqua – Jogging als Geheimfavorit bei den Weltmeisterschaften, bei der dreierlei Disziplinen zur Auswahl stehen: Staffel, Marathon und Einzel.
Auch wenn Aqua – Jogging einen riesigen Spaßfaktor bietet, so sollte dennoch mit Maß an diese Sportart herangetreten werden: zwei – bis dreimal wöchentlich jeweils eine halbe bis dreiviertel Stunde ist eine geeignete Trainingsempfehlung. Optimalerweise sollte die Wassertemperatur für das Aqua – Jogging zwischen 28 – 30 Grad liegen.
Sport trotz Erkältung?
Selbst die größten Sportfanatiker schreckt ein Schnupfen oder ein leichter Husten nicht ab – Hauptsache, der Sport steht an erster Stelle. Sicherlich ist der Sport für den Körper und die Gesundheit ein wichtiger Aspekt, aber tut der Sport auch bei einer Erkältung wirklich gut?
Es ist kein Geheimnis mehr, dass regelmäßige Bewegung den Stress abbaut, Risikokrankheiten wie etwa den Herzinfarkt mindert oder vor Infekten vorbeugt – der Sport in freier Natur gibt dem Organismus quasi den nötigen Ausgleich zum hektischen und auspowernden Alltag. Gerade jetzt, in der frühlingshaften Jahreszeit, bei der sich Sonne und Regenwolken abwechseln, wird unser Körper allerdings doppelt belastet – eine Erkältung oder grippaler Infekt ist meist die Folge. Damit der Sport auch trotz leichter Erkältung nicht allzu schwer fällt, sind im Folgenden einige Tipps dargelegt.
Wer nicht weiß, wie er am besten an der frischen Luft trainieren soll ist hervorragend mit dem Zwiebel-Prinzip beraten. Gerade bei einer Erkältung sind Jogging oder Walking in kurzen Hosen und T-Shirt nicht angebracht. Deshalb ist die Orientierung nach dem Zwiebelschalen – Muster ideal. Sehr zu empfehlen sind dünne Kleidungsstücke übereinander in Kombination mit einer Weste oder einer Laufjacke, welche sich durch Wind- und Nässestopp auszeichnet.
Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie fit genug sind für das Training im Freien? Fragen Sie Ihre Freunde, ob ein gemeinsames Training möglich ist. Dies gibt die nötige Sicherheit bei der Dunkelheit und erzielt nebenbei einen positiven Effekt: Sport in der Gruppe liefert ohne Zweifel einen Motivations-Kick, der selbst den stursten „Schweinehund“ bekämpft.
Sport selbst bei starken Schnupfen und Husten? Eine leichte Erkältung bildet hier sicherlich kein Hindernis für Sport an der frischen, reinen Luft und ist das beste Medikament, wenn sich jedoch der Infekt schmerzhaft bemerkbar macht und die Atemwege zu sehr belastet, ist auf sportliche Aktivitäten bestenfalls zu verzichten. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Bewegung verboten ist: strengen Sie sich nicht zu sehr an, ein Spaziergang im Freien ist jetzt genau richtig.
Sport stärkt doch das Immunsystem, oder nicht? Sicherlich, dieses Prinzip gilt allerdings nur für gesunde Sportler. Wer mit einer Erkältung oder einem grippalen Infekt kämpft, treibt sein Immunsystem nur unnötig an – unser Körper muss sich allerdings erholen und in Ruhephasen Kraft tanken. Daher: bei leichten Erkältungen kann auch leicht Sport betrieben werden. Fühlen wir uns ausgelaugt und träge, so tun wir unserem Körper mit sportlicher Anstrengung keinen Gefallen.
Und wenn sich Fieber auch noch bemerkbar macht? Dann ist der Fall eindeutig klar: es muss Bettruhe gehalten werden – dies bedeutet außerdem eine Zwangspause für den Sport. Wichtig ist nun Ruhe und die Einhaltung von Medikamenteneinnahme. Fühlt man sich wieder besser und fit, sollte man es dennoch vorsichtig angehen. Es ist ein Trugschluss, dass man wieder vollkommen gesund ist. Die Medikamente unterstützen zwar den Genesungseffekt, in der Regel dauert es aber ein paar Tage, bis man wieder genesen ist und der Organismus erneut in Gang kommt.
Irgendwann ist die Erkältung dann glücklicherweise überstanden. Dennoch gibt es einige Regeln einzuhalten: wichtig ist ein leichter und gesitteter Wiedereinstieg in den Sport. Zuerst sollte man mindestens zwei, besser noch drei Tage, ohne Medikamente und Co. fieberfrei sein, dann kann man langsam über eine erneute Trainingsaufnahme nachdenken. Unter Pulskontrolle und der Grundlage, dass eine lockere Trainingseinheit aufgenommen wird, werden nur selten Rückschläge verzeichnet. Wer sich selbst überschätzt und gleich voll durchstartet, dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Gegenteil rechnen. Der Körper benötigt Zeit, um sich auf die Anstrengungen vorzubereiten. Wer also keinen Kreislaufkollaps oder ähnliches riskieren möchte, sollte auf jeden Fall den Puls und die Atmung regelmäßig kontrollieren.

