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Schlankheitswahn unter Jugendlichen

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21. Juli 2008 |  von Andreas  |  Abnehmen, Diät  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

Ob Bulimie oder Magersucht – in den Medien erreichen uns fast täglich die Schlagzeilen von den tödlichen Ausgängen dieser ernst zu nehmenden Krankheiten. Meist hören wir von Promis, die sich in den Tod gehungert haben, aber auch immer mehr „Normalos“ sterben an diesen tückischen Essstörungen. Viele dieser „Normalos“ sind Teenager – junge Mädchen, die gerade mit ihrem Leben begonnen haben.
Nicht selten kommt man dann ins Grübeln und fragt sich selbst: Nehmen denn die Jugendlichen diese Krankheiten gar nicht ernst? Woher stammt der Wunsch nach Mindestgewicht oder der so genannten Größe 0?

Schlankheitswahn unter Jugendlichen

Bereits jede 5. Frau im Alter von 14-35 leidet an Magersucht oder Ess-Brech-Sucht und jede 2. Frau hat mindestens schon ein Mal in ihrem Leben eine Diät ausprobiert. Das heutige Ideal der angeblichen Traumfigur erhalten wir über das Fernsehen, den Zeitschriften und über unsere Mitmenschen. Sehr viele Frauen oder auch recht junge Mädchen erkranken an Anorexie oder Bulimie. Dabei werden diese Mädchen, die diesen Krankheiten zugrunde fallen immer jünger, obwohl sie doch erst ihr gesamtes Leben noch vor sich. Diesem Gedanken wird aber kein Glauben geschenkt, denn der Tod lebt quasi im Umfeld.
Vorgelebt werden diese Schönheitsideale von Vorbildern – diese kommen aus der Musikbranche oder aus dem sehr fernen Hollywood. Stars und Sternchen wie Keira Knightley, Paris Hilton, Nicole Richie oder Lindsay Lohan & Co. sind die wahren Idole und wissen augenscheinlich nicht wie sie auf ihre Fans wirken. Die Welt der großen Schauspielerinnen oder High-Society-Girls scheint glamourös und traumhaft. Aber ist sie das auch in Wirklichkeit? Betrachten wir den Roten Teppich der Oskarverleihungen, dann sehen wir statt heißen, weiblichen Rundungen mittlerweile eher knöcherige Schultern oder hervorstehende Hüftbecken und drogenschlanke Models, die mit ihren Augenringen und strähnigen Haaren wohl eher nicht dem Schönheitsideal für den gesunden Menschenverstand verkörpern. In den Augen eines Teenagers dagegen scheint dies die wahre Schönheit zu sein, auch wenn ihre Lieblingsschauspielerin in Kleidergröße 32 eher verloren aussieht. Diesen Fakten zum Trotz entwickelten Designer die Kleidergröße 0, die ungefähr der Kindergröße 158 entspricht und somit den 90/60/90 Rundungen den Krieg ansagt – 80/55/80 sollen nu auf den Laufstegen Regie führen und nur für Superdürre sein.

Kein Wunder, wenn diese Welt der Sternchen auch nun aus den Fugen gerät – wie sollen dann die normalen Teenager damit zu Recht kommen? Bereits in der Kindheit bekommen kleine Mädchen grundlegende Regeln vorgelebt: die Barbiepuppe soll zwar den perfekten Look und den Idealmassen entsprechen, bei genauerer Betrachtung ist diese perfektionierte Puppe auch bei weitem zu dünn und suggeriert hier schon jungen Mädchen, dass ein Moppelchen keine Chance hat. Erreicht dann die junge Dame die Pubertät – eine wahrhaft schwere Zeit für viele Teenager – werden die Schönheitsideale durch Stars und Sternchen zugrunde gelegt. Auch hier ein wahrer Drahtseilakt: zwischen Idealgewicht und Babyspeck werden die ersten Konflikte gesteuert, der tägliche Gang zur Waage wird zur Routine und wer hier nicht genauestens aufpasst ist schneller dem Schlankheitswahn verfallen, als ihm vielleicht lieb ist. Die Krankheiten werden von Anfang an verleugnet, das Essen und die Kalorien penibel gezählt und nicht selten endet dieser Kampf mit vollkommener Isolation. Das gesamte Umfeld ist für Magersüchtige und Bulimiekranke oft ausschlaggebend für Erfolge oder Misserfolge. Nicht selten sorgen solche Erkrankungen auch für Krankhausaufenthalte oder Therapien. Auch wenn die Dunkelziffer dieser Personen weitaus höher ist als wir nur zu denken wagen, so ist es eine unumstößliche Tatsache, dass 10 – 15 % der magersüchtigen Kranken sterben. Bevor diese Mädchen also mit ihrem Leben beginnen durften, wurden sie durch Schönheitszwänge, die durch Medien & Co. das Gehör der Teenager erreichten, ihrer Träume beraubt und zu schnell vor vollendete Tatsachen gestellt. Wer weiß, was noch passieren muss, bevor die Gesellschaft bemerkt, wie weit sie mit ihren Schönheitsidealen ins Gericht gehen müssen.

Was macht dick?

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14. Juli 2008 |  von Andreas  |  Abnehmen, Ernährung  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

In einer Zeit, die durch ihre Schnelllebigkeit nur noch selten Zeit zum Kochen übrig lässt, in der die Fast-Food-Ketten boomen und der Coffee-to-Go täglich hektisch auf dem Weg zur Arbeit eingenommen wird, wird dennoch peinlichst auf Kalorien und Co. geachtet. Trotzdem beweisen diverse Statistiken, dass bereits 20 % aller Kinder im Alter von 5-12 Jahren teilweise stark übergewichtig sind: Tendenz steigend. Weitere Studien berichten, dass auch Menschen mit geringerer Bildung oder ohne Arbeitsplatz eher zu Übergewicht neigen als Abiturienten oder arbeitstätige Menschen. Auch Männer haben einen weiteren schweren Stand, da sie meist übergewichtiger sind als Frauen. Wie kommt es überhaupt zu solchen Ernährungsunterschieden?

abnehmen der wunsch nach perfektion

Heutzutage ist es scheinbar so, dass der Fast-Food-Imbiß um die Ecke um einiges billiger ist, als das Kilo Obst oder ein Karton Gemüse im Supermarkt. Außerdem ist es wesentlich zeitsparender sich schnell eine Pizza in den Ofen zu schieben, als sich mit der Zubereitung eines frischen Ratatouille zu beschäftigen.
Meist bleibt beruftätigen Müttern selten die Zeit ihren Kindern selbst etwas Nahrhaftes und gesundheitlich Wertvolles zu kochen. Es ist meistens leichter, den Kleinen schnell einige Euros zu zustecken.
Was die Jugendlichen sich dafür kaufen, ist hingegen völlig ungesund, randvoll mit verstecktem Zucker, hält nur über kurze Zeit satt und belastet die Gesundheit sehr. Im Trend liegen Burger, Pommes und Bratwurst, Pizzen, Schokolade, Cola und andere koffeinhaltige Getränke. Dabei ist es allerdings gar nicht schwer, den Kalorien zuvor zukommen: eine Faustregel besagt, dass man täglich essen darf, was man möchte. Es ist nur wichtig, sich diese Mahlzeiten einzuteilen – das Maß aller Dinge darf nicht zu voll genommen werden. So sind auch Schokolade und Pommes erlaubt, wenn der Speiseplan auch noch Platz für Obst und Gemüse offen lässt. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung birgt somit das Geheimnis. Dennoch kann man sich das Leben einfacher machen und versteckte Kalorien vermeiden: das vergleichen von Ernährungsnavigationen, die man mittlerweile auf jedem Nahrungsprodukt findet, ist sehr hilfreich. Hier können wir die gesamten Nährwerte eines Produktes anhand von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten ersehen. Zudem werden weiterhin auch noch Angaben über gesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und Natrium erteilt.
Doch was helfen Kontrollen über Kalorien und Nährwerttabellen, wenn das Essverhalten völlig aus dem Ruder gerät? Eine kleine Mahlzeit zwischendurch ist lobenswert, unser Körper signalisiert uns allerdings erst nach 15-20 Minuten ein Sättigungsgefühl. Bis es dazu kommt, wird noch kurz ein Pudding, ein Eis oder ein Stück Kuchen nachgeschoben – und somit hätten wir allerhand mehr Kalorien unnötig aufgenommen. Wichtig ist ein bewusstes Essen, ohne Fernseher im Hintergrund oder hektisches Hinunterschlingen während der Mittagspause. Ein geselliges Beieinandersitzen mit Familie oder Freunden fördert auch den Spaß an der Einnahme von Nahrung. Während aber diverse Mahlzeiten nur unregelmäßig und zu schnell eingenommen werden, sollte eher eine gesunde, ausgewogene und zeitlich angepasste Mahlzeit eingeplant werden. Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, sind gesünder und sättigen besser, als den gesamten Tag zu Fasten und sich abends mit zuviel Kalorien zu belasten.
Wer sich dennoch nicht sicher ist, ob das eine oder andere Nahrungsmittel mit zuvielen Kilokalorien auf den Hüften eingeschlagen hat, kann sich an täglichen Sportarten beteiligen. Bereits eine halbe Stunde spazieren gehen fördert die Verdauung und wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus.