Ballaststoffe sind wichtig für die Gesundheit
In der heutigen Zeit, in der das Fastfood überhand nimmt, in der wir von Imbissbude zu Imbissbude hechten und an schnellem, leckeren Essen ohne Aufwand interessiert sind, schlagen Ernährungsexperten und Ärzte Alarm: dass durch ungesunde Ernährungsweise der Hüftspeck nicht lange auf sich warten lässt, dürfte selbst einem Laien bekannt sein. Doch welche Nährstoffe sind für lästige Speckrollen verantwortlich? Ist es das Fett oder doch eher die Kohlenhydrate?
In der Ernährung liegt der Knackpunkt
Mehrere Studien haben erwiesen, dass sich die Ernährung von schlanken, normalgewichtigen und dicken Menschen durchaus unterscheidet. Der Knackpunkt liegt entschieden in der Ernährungsweise und im Mengenverhältnis der einzelnen Mahlzeiten. Im Gegensatz zu übergewichtigen Menschen ernähren sich schlanke und normalgewichtige Menschen wesentlich fettärmer und nehmen auch weniger Kohlenhydrate zu sich, dafür aber mehr Ballaststoffe und Eiweiß. Diese Ansicht ist nicht neu, weiß doch ein jeder, dass in Pommes, Currywurst und Hamburgern sich Fette und Kalorien nur so häufen.
Dennoch ist auch klar: von nichts kommt auch nichts. Wer sich gesund ernähren möchte, darf nicht auf Ballaststoffe verzichten und sie im Supermarkt einfach liegen lassen. Auch wenn sie namentlich nur „Ballast“ sind, so dürfen sie nicht verachtet werden, da unser Körper durchaus Ballaststoffe benötigt.
Was genau sind Ballaststoffe?
Ballaststoffe sind Faserstoffe – tierische Produkte sind nahezu frei von Ballaststoffen, in Obst, Gemüse und Getreideprodukten finden wir sie hingegen vermehrt auf. Ballaststoffe sind für den menschlichen Körper notwendig. Zum einen bieten diese Nährstoffe klar den Vorteil, dass die Nahrung länger gekaut werden muss, was bedeutet, dass wir uns mehr mit der Mahlzeit beschäftigen, wir weniger hinunterschlingen und somit schneller satt werden. Ballaststoffe füllen den Magen, verzögern die Darmentleerung und lassen den Blutzucker langsamer ansteigen, sättigen zudem lang anhaltend und erleichtern so das Abnehmen oder das Halten des Gewichts.
Welche Nahrungsmittel enthalten viele Ballaststoffe?
Natürlich sind die besten Nahrungsmittel Getreideprodukte – ob im Knäckebrot oder in Vollkornmehlbroten, im Müsli oder in Speisekleie: hier sind Ballaststoffe in großen Mengen enthalten. Auch Gemüse und Salat wie beispielsweise Rosenkohl, Karotten, Broccoli, Fenchel oder Rote Beete, Blumenkohl oder Wirsing weisen eine hohe Rate von Ballaststoffen auf. Diese Gemüsesorten in die Mahlzeiten einzubringen ist nicht sonderlich schwer und zudem schmecken sie auch noch hervorragend.
Aber auch in Obst sind reichlich Ballaststoffe enthalten: ob Heidelbeeren, Himbeeren oder Kiwis, Äpfel, Bananen oder Orangen, Rosinen, Pflaumen oder Datteln – zu jeder Saison stehen leckere Obstsorten bereit, welche den Gaumen erfreuen und dem Körper gut tun. Wer nicht immer Lust und Muse auf rohes Obst verspürt, kann diese auch zu einem Obstsalat oder in Torten und Kuchen verarbeiten.
Und wer hätte es gedacht: auch Nüsse sind reichhaltige Ballaststoffträger: ob Mandeln, Kokosnüsse, Haselnüsse, Erdnüsse oder Pistazien – Nüsse sind gesund, enthalten jedoch auch eine Menge Kalorien, daher sollte hier mit Bedacht genascht werden.
Durch reichhaltigen Verzehr von Ballaststoffen und viel Flüssigkeitszufuhr kann man also einiges zur Gesundheit beisteuern und sich kalorienarm ernähren. Durch die unverdaulichen Kohlenhydrate wirken nämlich spezielle Signalträger auf Hormonbasis auf die Fettzellen und hemmen so die Speicherung von Fett und beeinflussen positiv den Insulinspiegel. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung können bereits 30g Ballaststoffe pro Tag dazu beitragen, dass man sich gesunder und wohler fühlt.
Sind Geschmacksverstärker wirklich Dickmacher?
Zum gesunden Essen gehört es natürlich, dass einige Speisen selbst hergestellt werden. So weiß man einerseits, was im Essen steckt und andererseits schmeckt es auch zugegebenermaßen besser. Doch einige Dinge sind einfach selbst gemacht nicht zu Toppen: ob Chips, asiatisches Essen, Pizzen, Suppen oder einige Gewürze – der Selbstversuch ist sicherlich verlockend, aber wer stellt sich schon gern selbst in die Küche und frittiert mühselig hausgemachte Chips? Und natürlich ist der Geschmack auch unschlagbar, egal, welche Versuche mit Gewürzen angestellt werden, der Genuss der industriell hergestellten Chips ist einfach nicht nachzuahmen.
Nun ist es allerdings gewiss, dass sich in Chips und zahlreichen anderen Speisen häufig Geschmacksverstärker verstecken. Das Glutamat beispielsweise ist schon seit Jahren ein stark umstrittener Geschmacksverstärker und steckt in vielen Lebensmitteln. Mittlerweile kam sogar das Gerücht auf, dass bei zu hohem Glutamatverzehr die Gefahr besteht dicker zu werden, ohne dass man zwangsläufig viel gegessen haben muss.
Wie kann ich den Geschmacksverstärker Glutamat meiden?
Als Verbraucher kann man natürlich das Glutamat meiden, indem man sich die Inhaltsstoffe auf den Verpackungen der Produkte ansieht. Dennoch ist laut der Verbraucherorganisation foodwatch Vorsicht angesagt: außer bei den E-Nr. 620 bis 625 sind auch andere Lebensmittel mit Stoffen wie Hefeextrakt, Gewürze, Speisewürze oder Sojawürze sowie Aroma mit umstrittenen Zusatzstoffen angereichert. Doch diese Aussage von foodwatch ist nicht nur eine These: die Universität von South Carolina führte im vergangenem Jahr eine Studie durch, bei der 750 Frauen und Männer über einen längeren Zeit Glutamat konsumierten. Das Resultat: der reichliche Verzehr führte zu deutlichen Gewichtszunahmen als bei jenen Probanten, die weniger Glutamat zu sich nahmen. Der Geschmacksverstärker greift derart in die natürliche Sättigungsregulierung ein, dass ein Übergewicht entsteht. Wer also weniger Glutamat zu sich nimmt, verliert auch deutlich den Appetit und somit ebenfalls das überschüssige Gewicht. Dennoch sei gesagt, dass diese Methode zur Gewichtsreduktion nicht anzuwenden ist, da diese Strategie einfach zu unausreichend untersucht wurde.
Weiterhin steht der Geschmacksverstärker Glutamat nicht nur im Verdacht die Waagenanzeige hochschnellen zu lassen, sondern ferner für Hautrötungen, Zittern und Übelkeit verantwortlich zu sein.
Sind Bio-Produkte dementsprechend sinnvoller als normale Produkte?
Leider sind auch in Bio-Produkten vermehrt Glutamate zu finden, obwohl der Einsatz dieses Geschmackverstärkers selbst für die Biowelt nicht gestattet ist. Unter anderem befindet sich Hefeextrakt zum Beispiel in Bio-Brühwürfeln oder Bio-Brotaufstrichen, obwohl das Hefeextrakt mit der Hefe selbst nicht viel zu tun hat. Scheinbar muss besonders bei Bio-Produkten hinter den Begriffen gerätselt werden: Würze, Speisewürze, gekörnte Brühe oder Aroma werden gern als Pseudonym verwendet und treiben den Verbraucher in die Irre. Wirklich vor Glutamat schützen können sich also nur diejenigen, welche auf Lebensmittel verzichten, die ohne die vormals genannten Zutaten auskommen.
Wenn in fast allen Lebensmittel Glutamat enthalten ist, darf man dann fast gar nichts mehr essen?
Der Geschmacksverstärker gilt schlechthin als umstritten, welcher als „Dickmacher“ bekannt ist und bei erhöhtem Verzehr zu Übergewicht führen kann. Dennoch teilen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit, dass bei einem sinnigen Konsum und einer gleichzeitig ausgewogenen Ernährung keine gesundheitlichen Schäden bestehen.
Selbst wenn man das Glutamat vermeiden wollte, wäre es nicht immer möglich, da der Geschmacksverstärker sich auch in natürlichen Nahrungsmitteln wie Tomaten, Schinken oder Käse befindet.

