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Ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft

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4. August 2009 |  von pearly  |  Ernährung  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

Die Ernährung während der Schwangerschaft beeinflusst nicht nur Sie als Mutter, sondern auch das wachsende Kind in Ihrem Leib.
Sobald sich die Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat, stellt sich der gesamte Organismus auf das neue Lebewesen ein. Der Hormonhaushalt wird komplett umgeworfen, neues Gewebe wird produziert und die Zellerneuerung läuft auf Hochtouren. Zunächst nimmt das Kind in Ihrem Bauch kaum Platz ein. Vorerst wächst in der Gebärmutter ein kompliziertes und äußerst wichtiges Organ heran: die Plazenta. Über dieses wichtige Gut erhält das Baby lebensnotwendige Nährstoffe aus dem mütterlichen Blut geliefert, so dass es gesund und kräftig das Licht der Welt erblicken kann.
Damit dies auch wirklich geschieht, ist es bedeutend, dass Sie bei der Ernährung mitdenken – denn alles was Sie essen, isst auch zwangsläufig Ihr Kind. Während der 40 Schwangerschaftswochen, in der Sie eine Mutter werden, ist es wichtig, sich gesund und ausgewogenen zu ernähren, damit es Ihrem Kind während des Wachstums und der Entwicklung an nichts fehlt.

Bedeutungsvoll ist hierbei nicht, dass Sie wesentlich mehr essen als vor der Schwangerschaft, sondern was Sie zu sich nehmen. Für Ihr Kind und sich selbst sollten Sie unbedingt auf die Nährstoffe, die Vitamine und die Mineralstoffe achten. Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate sind drei Nährstoffe, die für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig sind.

  • Eiweiß benötigt der neue Organismus, um Körperzellen und Gewebe zu produzieren und somit das Wachstum des Kindes anzukurbeln. Gute Eiweißlieferanten sind vor allem Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte – achten Sie jedoch bei diesen Produkten darauf, dass Sie diese nicht roh verzehren. Die in Rohwaren enthaltenen Listerine sind für das Kind und seine Entwicklung sehr schädlich.
  • Auch Fett wird während der Schwangerschaft benötigt. Obwohl jede Frau auf Ihr Gewicht bedacht ist, sollte eine Schwangerschaft niemals in eine Diät ausarten. Nicht jedes Fett ist ungesund! Zudem benötigt Ihr Kind diesen Nährstoff, so dass die gesunde Entwicklung von Gehirn sowie Nervensystem gewährleistet und auch die Sehkraft positiv beeinflusst werden kann. Pflanzliche Öle wie beispielsweise Sonnenblumen-, Raps- und Sojaöl können zum Beispiel hervorragend zum Kochen verwendet werden. Seefisch enthält außerdem reichlich gesunde Fettsäuren, während bei Milch und Käse sowie Wurst aufgrund der tierischen Fette eher sparsam umgegangen werden sollte.
  • Kohlenhydrate benötigt jede schwangere Frau – sie liefern Energie, die die werdende Mutter unbedingt benötigt, da ein Kind für den Körper eine hohe Kraftaufwendung bedeutet. Da Kohlenhydrate meist aus Stärke und Zucker bestehen, bedeutet dies allerdings nicht, dass man sich in Zukunft nur noch von Süßigkeiten ernähren sollte. Der Mehrbedarf an Kohlenhydrate ist ideal durch Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse zu decken.

Wesentlich schwieriger fällt es vielen schwangeren Frauen jedoch sich optimal mit Vitaminen während der gesamten Schwangerschaft zu versorgen. Viel Salat, Obst oder Gemüse zu essen reicht manchmal nicht aus, um das Kind bestmöglich mit den wichtigen Spurenelementen, Mineralien oder Vitaminen zu versorgen. Viele Ärzte empfehlen deshalb den Patientinnen spezielle Ergänzungsmittel, die alternativ als Tabletten oder Kapseln verschrieben werden.
Auch Calcium ist jetzt sehr wichtig, damit das Knochengerüst und die Zähne des Babys angelegt und verstärkt werden. Hier kann beliebig zu Milch, Joghurt, Schnitt- oder Weichkäse gegriffen werden. Mögen oder vertragen Sie keine Milchprodukte, so kann auch hier zu einer Nahrungsergänzung gegriffen werden. Ebenso ist Mineralwasser mit erhöhtem Calciumgehalt zu erhalten. Einige Sorten sind als „nachweislich Ca-haltig“ ausgewiesen.

Besonders wichtig: ein Mehr an Eisen in der Schwangerschaft. Dieses ist für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich. Dies ist natürlich für die Entwicklung Ihres Kindes maßgeblich, deshalb sollten Sie darauf achten, dass Sie regelmäßig Fleisch, Gemüse und Getreide zu sich nehmen.
Für genügend Jod sorgt der Verzehr von Fisch. Besonders in Kabeljau und Seelachs ist reichlich Jod enthalten und ebenso ist das Jodsalz ist für die künftige Ernährung zu empfehlen.
Ein wichtiges „Mütter-Vitamin“ ist die Folsäure, die zur Gruppe der B-Vitamine gehört und für das gesunde Wachstum sowie die Bildung der Zellen verantwortlich ist. Viele Frauen nehmen bereits vor der Schwangerschaft ein Folsäurepräparat ein, ist die Schwangerschaft schließlich erwiesen, wird Ihr Arzt Sie mit dem Präparat versorgen. Zusätzlich können Sie sich mit Salaten und Gemüse versorgen – diese enthalten wertvolle Folsäuren, die für Ihr Kind lebenswichtig sind.

Richtiges Essverhalten bei Kindern

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29. Juli 2009 |  von pearly  |  Abnehmen  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

Wir selber haben vielleicht in der Kindheit die Erfahrung gemacht, dass bei Tisch der Teller vollständig geleert werden musste. Sätze wie beispielsweise „Du verlässt den Tisch nur, wenn du aufgegessen hast!“ oder „Iss schön brav auf, dann scheint auch morgen wieder die Sonne.“ dürften dem einen oder anderen bekannt vorkommen. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen haben allerdings nun bewiesen, dass gerade dieses Essverhalten bei Kindern zu Übergewicht führen kann. Natürlich kommt bei einigen Eltern jetzt die Frage auf, wie man das Essverhalten bei seinem Nachwuchs positiv beeinflussen und das Gewicht in rechte Bahnen lenken kann.

Eine Studie mit 63 Vorschulkindern im Alter von vier Jahren an den amerikanischen Foodlabs in Cornwell erbrachte jüngst, dass Kindern, bei denen das Verhalten bei Tisch nach dem Motto „Iss den Teller leer“ anerzogen wurde und nichts mit dem eigenen Wohlwollen gemein hatte. Besonders bei den Jungs konnte beobachtet werden, dass sie größere Portionen zu sich nahmen, als eigentlich dauerhaft gesund für sie wäre. Dies führt natürlich über einen längeren Zeitraum zu Übergewicht und zu einer übermäßigen Kontrolle des Essverhaltens, was durchaus zu psychischen Belastungen des Kindes führen kann. Völlig berechtigt ist jetzt die Frage: Wie bringt man nun seinem Kind gesundes Essen bei?

Es ist natürlich wichtig, dass die Kinder klare Linien und richtiges Verhalten am Tisch erhalten. Zwingen Sie Ihr Kind niemals etwas zu essen, was es vielleicht nicht mag. Auch ein zwanghaftes Überfüttern ist keinesfalls gesund und erbringt nur falsche Ergebnisse des Essverhaltens.
Geben Sie Ihrem Schützling besser kleinere Portionen auf einen kleinen Teller, anstatt diese zu überladen. Auch bei den Kleinen gilt der Grundsatz: das Auge isst mit.
Versuchen Sie ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Menü zusammen zu stellen, dass Ihr Kind jeden Tag auf ein Neues begeistert. Hierbei sollten natürlich alle vorhandenen Geschmacksrichtungen berücksichtigt werden – Fleisch, Kartoffeln, Gemüse und Obst stehen an erster Stelle – ein Mal pro Woche ist auch auf Fisch zurück zu greifen.
Versuchen Sie durch Nachfragen herauszufinden, ob Ihr Kind satt ist oder vielleicht Nachschlag möchte. Ihr Kind wird sich ernst genommen fühlen und Ihnen gern antworten. Isst es jedoch an einem Tag seinen Teller nicht leer, so kann dies gute Gründe haben. Wir mögen an manchen Tagen auch nicht sonderlich viel zu uns nehmen und essen auch nur die Menge, die wir vertragen. Auch Ihrem Kind kann es so ergehen – machen Sie sich deshalb keine Sorgen, denn wohlmöglich hat es am nächsten Tag einen größeren Appetit.

Ein weiterer Trick: das Essen ist für die meisten Kinder erst dann interessant, wenn es auch interessant aussieht. Ein wenig Farbe, Vielfalt und die Kreativität der Eltern fördern auch die Lust an Essen bei Kindern. Ein Igel aus einem Radieschen zaubern, ein Gesicht aus Tomaten auf einer Frischkäsebrotscheibe formen oder aus einem halben Ei mit einer Scheibengurke ein Schiff basteln kommt bei den Kids nicht nur gut an – das Essen schmeckt dann auch noch wesentlich besser.
Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind die Möglichkeiten und den Spaß am Essen vermitteln, sich Zeit und Verständnis für gewisse Situationen nehmen und niemals Ihrem Kind etwas aufzwingen. Letzteres könnte genau das Gegenteil bewirken, nämlich, dass sich das Kind verschließt oder nur aus Angst mehr isst, als es für ihn vielleicht gesund ist.
Essen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind und versuchen Sie somit heraus, was Ihr Kind gerne isst – nur so lernen Sie einander besser in punkto Essverhalten kennen und machen zudem aus kleinen Kindern, gesunde und große Esser.