EAT4FUN Ernährungstipps im September 2011

Die EAT4FUN-Ernährungsinformation wird uns freundlicherweise vom EAT4FUN-Ernährungsteam zur Verfügung gestellt. Die September-Ausgabe befasst sich mit nachfolgenden Themen.

Wunschgewicht

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  • Thema des Monats: Bluthochdruck – Freispruch für das Salz?
  • Haben Sie gewusst, dass … in Österreich jährlich 166.000 Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden?
  • Rezept des Monats: Zwetschkendatschi aus der Pfanne

Thema des Monats – Bluthochdruck – Freispruch für das Salz?

Seit Jahrzehnten ist Speisesalz das Feindbild für Menschen mit Bluthochdruck. Halbwahrheiten und Fehlinterpretationen halten sich hartnäckig und machen jedes genussvolle Essen zu einer faden Angelegenheit.

SalzstreuerZuviel NaCl:Tatsache ist, dass der durchschnittliche Salzkonsum mit 15 – 20 g pro Tag sehr hoch ist. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass es in Kulturen, die kein Salz verwenden, weniger Fälle von Bluthochdruck gibt.

Die These der salzbedingten Blutdrucksteigerung basiert auf der Tatsache, dass Salz Wasser bindet. Ist mehr Salz im Blut, würde demnach das größere Blutvolumen auch stärker auf die Wände der Blutgefäße drücken, lautete die Theorie.
Erst in den 90er Jahren erkannte die Forschung, dass der Organismus wesentlich differenzierter reagiert und die ablaufenden Regelmechanismen komplexer sind. Lediglich 15 Menschen von 100 reagieren auf eine Salzeinschränkung mit einer leichten Senkung des Blutdrucks.

5 – 6 Gramm Speisesalz pro Tag: Experten empfehlen bei Bluthochdruck eine langfristige Restriktion auf unter 6 Gramm Speisesalz pro Tag. Kritiker meinen, das sei erstens unmöglich und zweitens sogar gefährlich. Wie so oft ist die Wahrheit viel komplexer, als wir uns das wünschen.

Sparsamer Umgang mit dem weißen Gold: Der bewusste Konsum von Speisesalz in unserer Ernährung macht durchaus Sinn. Denn der typische Bluthochdruckpatient leidet zusätzlich an Übergewicht, erhöhten Blutfettwerten und Diabetes. Und dieser „Cocktail“ ist gefährlich. Sehr salzreiche Speisen sind meist auch sehr fettreich und enthalten zu viele Kalorien. Sehr viel NaCl kommt auch versteckt in Lebensmitteln vor, in denen man es gar nicht vermutet. Fertigprodukte wie Packerlsuppen aber auch Süßspeisen sind richtige Salzbomben.

Zu wenig Salz: Natrium ist ein wichtiges Elektrolyt und regelt den Wasserhaushalt im Körper. Gefährlich kann es bei längerem Fasten oder strengen Diäten werden, bei sehr hohen Temperaturen, die eine vermehrte Elektrolytausscheidung verursachen oder bei extremer körperlicher Belastung. Zusätzlich muss man wissen, dass unser Speisesalz mit dem wichtigen Spurenelement Jod angereichert wird, da unsere Böden jodarm sind.

Ernährungsumstellung und Lebensstil: Die Lösung liegt wie so oft in einer langfristigen Ernährungsumstellung gepaart mit körperlicher Bewegung, Vermeidung von Stress und moderatem Genussmittelkonsum.

Eine Gewichtsreduktion von nur wenigen Kilogramm zeigt deutlich mehr Erfolg als eine strenge salzarme Ernährung.

Haben Sie gewusst, dass …

… in Österreich jährlich 166.000 Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden?

Damit könnte man leicht eine 100.000 Einwohner Stadt versorgen.

Viele der Lebensmittel kommen aber nicht einmal zum Konsumenten, sondern werden direkt aus dem Supermarkt entsorgt. Vor allem Brot, Obst und Gemüse müssen ständig frisch und anschaulich zur Verfügung stehen, aber wohin nach Ladenschluss? Und wer kauft schon „altes“ Brot?

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Rezept des Monats – Zwetschkendatschi aus der Pfanne

Dieses Rezept ist von EAT4FUN-Mitarbeitern erprobt und alle Zutaten sollen Bioqualität haben bzw. regional und saisonal sein.
Zwetschkendatschi aus der Pfanne

  • Schwierigkeitsgrad: ganz einfach
  • Kalorien/Portion: 500 kcal (für Diabetiker ca. 5,5 BE)
  • Zubereitungszeit: 20 min

Zutaten für 1 Portion:

  • 100 g Milch
  • 50 g Mehl, davon die Hälfte Vollkornmehl
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Zwetschken, ca. 4 – 5 große Stücke
  • 1 TL Staubzucker
  • 1 TL Öl zum Braten

Zubereitung:

  1. Ei, Milch, Mehl und eine kleine Prise Salz zu einer Masse vermischen.
  2. Zwetschken waschen, entkernen und klein schneiden und zu der Masse geben. Ein paar Minuten ruhen lassen.
  3. In einer beschichteten Pfanne Öl erhitzen und mit einem kleinen Schöpfer oder einem Löffel vorsichtig kleine Datschi in die Pfanne geben. Die Hitze reduzieren und auf einer Seite einige Minuten schön braun braten, dann umdrehen und fertig braten.
  4. Mit Staubzucker bestreuen und servieren!

Tipp: Sie können den Staubzucker auch die letzten Minuten in die Pfanne geben und die Datschi leicht darin schwenken, dann kann der Zucker mit dem Fruchtzucker der Zwetschken karamellisieren.

Liebe Grüße,

Alexander Osl, Wolfgang Grünbart

und das Team von EAT4FUN

Foto: ©iStockphoto.com/donald_gruener

Foto: Grünbart Wolfgang

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