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Sind Geschmacksverstärker wirklich Dickmacher?

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11. November 2009 |  von pearly  |  Ernährung, Gesundheit  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

Zum gesunden Essen gehört es natürlich, dass einige Speisen selbst hergestellt werden. So weiß man einerseits, was im Essen steckt und andererseits schmeckt es auch zugegebenermaßen besser. Doch einige Dinge sind einfach selbst gemacht nicht zu Toppen: ob Chips, asiatisches Essen, Pizzen, Suppen oder einige Gewürze – der Selbstversuch ist sicherlich verlockend, aber wer stellt sich schon gern selbst in die Küche und frittiert mühselig hausgemachte Chips? Und natürlich ist der Geschmack auch unschlagbar, egal, welche Versuche mit Gewürzen angestellt werden, der Genuss der industriell hergestellten Chips ist einfach nicht nachzuahmen.

Nun ist es allerdings gewiss, dass sich in Chips und zahlreichen anderen Speisen häufig Geschmacksverstärker verstecken. Das Glutamat beispielsweise ist schon seit Jahren ein stark umstrittener Geschmacksverstärker und steckt in vielen Lebensmitteln. Mittlerweile kam sogar das Gerücht auf, dass bei zu hohem Glutamatverzehr die Gefahr besteht dicker zu werden, ohne dass man zwangsläufig viel gegessen haben muss.

Wie kann ich den Geschmacksverstärker Glutamat meiden?

Als Verbraucher kann man natürlich das Glutamat meiden, indem man sich die Inhaltsstoffe auf den Verpackungen der Produkte ansieht. Dennoch ist laut der Verbraucherorganisation foodwatch Vorsicht angesagt: außer bei den E-Nr. 620 bis 625 sind auch andere Lebensmittel mit Stoffen wie Hefeextrakt, Gewürze, Speisewürze oder Sojawürze sowie Aroma mit umstrittenen Zusatzstoffen angereichert. Doch diese Aussage von foodwatch ist nicht nur eine These: die Universität von South Carolina führte im vergangenem Jahr eine Studie durch, bei der 750 Frauen und Männer über einen längeren Zeit Glutamat konsumierten. Das Resultat: der reichliche Verzehr führte zu deutlichen Gewichtszunahmen als bei jenen Probanten, die weniger Glutamat zu sich nahmen. Der Geschmacksverstärker greift derart in die natürliche Sättigungsregulierung ein, dass ein Übergewicht entsteht. Wer also weniger Glutamat zu sich nimmt, verliert auch deutlich den Appetit und somit ebenfalls das überschüssige Gewicht. Dennoch sei gesagt, dass diese Methode zur Gewichtsreduktion nicht anzuwenden ist, da diese Strategie einfach zu unausreichend untersucht wurde.

Weiterhin steht der Geschmacksverstärker Glutamat nicht nur im Verdacht die Waagenanzeige hochschnellen zu lassen, sondern ferner für Hautrötungen, Zittern und Übelkeit verantwortlich zu sein.

Sind Bio-Produkte dementsprechend sinnvoller als normale Produkte?

Leider sind auch in Bio-Produkten vermehrt Glutamate zu finden, obwohl der Einsatz dieses Geschmackverstärkers selbst für die Biowelt nicht gestattet ist. Unter anderem befindet sich Hefeextrakt zum Beispiel in Bio-Brühwürfeln oder Bio-Brotaufstrichen, obwohl das Hefeextrakt mit der Hefe selbst nicht viel zu tun hat. Scheinbar muss besonders bei Bio-Produkten hinter den Begriffen gerätselt werden: Würze, Speisewürze, gekörnte Brühe oder Aroma werden gern als Pseudonym verwendet und treiben den Verbraucher in die Irre. Wirklich vor Glutamat schützen können sich also nur diejenigen, welche auf Lebensmittel verzichten, die ohne die vormals genannten Zutaten auskommen.

Wenn in fast allen Lebensmittel Glutamat enthalten ist, darf man dann fast gar nichts mehr essen?

Der Geschmacksverstärker gilt schlechthin als umstritten, welcher als „Dickmacher“ bekannt ist und bei erhöhtem Verzehr zu Übergewicht führen kann. Dennoch teilen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit, dass bei einem sinnigen Konsum und einer gleichzeitig ausgewogenen Ernährung keine gesundheitlichen Schäden bestehen.

Selbst wenn man das Glutamat vermeiden wollte, wäre es nicht immer möglich, da der Geschmacksverstärker sich auch in natürlichen Nahrungsmitteln wie Tomaten, Schinken oder Käse befindet.

Wie kann man “Muskelkater” vorbeugen?

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6. November 2009 |  von pearly  |  Gesundheit, Sport  |  Kommentare deaktiviert  |  Share  | 

Zum gesunden Abnehmen gehört neben einer ausgewogenen Ernährung auch eine gehörige Portion Sport – soviel ist klar. Dennoch kennt jeder Sportbegeisterte das Phänomen des „Muskelkaters“. Hat man einen Tag über die Stränge geschlagen oder sich ohne vorheriges Aufwärmen sofort verausgabt, kann sich dies am nächsten Tag böse rächen. Aber auch andere Tätigkeiten, welche über kurz oder lang anstrengend sein können wie beispielsweise Schaufeln, Wandern, Tragen von schweren Gegenständen oder auch Sex, stehen unter Verdacht einen fiesen Muskelkater hervorzurufen.

Woher stammt das Wort „Muskelkater“?

Darf man den Mythen und Geschichten rund um den „Muskelkater“ Glauben schenken, so hat der Muskelschmerz nichts mit einer Katze oder einem Kater zu tun. Der Begriff leitet sich genau genommen vom griechisch-medizinischen Wort „Katarrh“ ab, was „Schleimhautentzündung“ bedeutet, im süddeutschen unter anderem aber auch als „Erkältung“ bezeichnet wird. Der „Muskel-Katarrh“ ist also eine Muskelerkältung.

Wie kommt ein „Muskelkater“ zustande?

Nach der körperlichen Anstrengung kann es meist eine Weile dauern, bis der Schmerz einsetzt. Die Muskeln schmerzen dann derart, dass man von deren Existenz bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung hatte. In der Regel treten erste Symptome des Muskelkaters nach 8 bis 24 Stunden auf – die Muskulatur verhärtet sich, schwillt an und schmerzt. Häufig klagen Patienten über Kraftlosigkeit und eingeschränkte Bewegungsfreiheit.
Früher war man der Meinung, dass ein „Muskelkater“ durch zu hohe Milchsäurekonzentration in der Muskulatur verantwortlich sei. Heutzutage beweist jedoch die Wissenschaft, dass winzige kleine Mikroverletzungen für die Beschwerden sorgen. Wird die Muskulatur also überdehnt, kommt es bei den einzelnen Muskelfasern nach den Einrissen zu Blutungen, welche Schwellungen und Entzündungen hervorrufen können. Durch die Kombination von Schwellung und minderer Durchblutung entsteht dann der Schmerz, der als „Muskelkater“ bezeichnet wird. Im Grunde treten die Schäden sofort nach der Überbelastung auf, der Mensch bemerkt die Symptome jedoch erst wesentlich später, nämlich dann, wenn die Ruhephase des Körpers eintritt.
Durch die körpereigenen Reparaturvorgänge des Organismus werden die geschädigten Strukturen der Muskeln wieder geheilt, so dass die Nebenwirkungen in der Regel nach einer Dauer von drei bis sieben Tagen wieder vollkommen verschwunden sind.

Was ist kann man tun um den „Muskelkater“ wieder los zu werden?

Ob man es glauben mag oder nicht – aber Bewegung ist ein sehr gutes Mittel gegen den Muskelkaterschmerz. So lange man sich nicht wieder vollends verausgabt und es ruhig angehen lässt, wird der Bewegungsapparat laut medizinischen Studien verbessert und sogar die Durchblutung der Muskulatur gesteigert, was bei der Regeneration der Muskeln nur hilfreich ist. Eine gleiche Belastung ist durch Ausdauersport oder ähnliche Anstrengungen jedoch nicht zu empfehlen.

Auch heiße Bäder oder Saunenbesuche sind ein heißer Tipp – im wahrsten Sinne des Wortes. Durch die Wärme dieser Elemente wird die Muskeldurchblutung positiv angeregt – ein kaltes Bad hingegen wirkt eher schmerzanregend.

Sportsalben mit wärmenden Inhaltsstoffen, ein wohligwarmes Körnerkissen oder eine Wärmflasche leisten auch gute Dienste. Durch das Einreiben der Salbe wird die Gewebsflüssigkeit besser abtransportiert und die Wärmekissen wirken hervorragend gegen die Schwellungen.

Schmerzmittel sollte nur im äußersten Notfall eingenommen werden. Wenn schon etwas eingenommen werden muss, dann besser Magnesium, da dieses die Spannung aus der Muskulatur nimmt.

Auf keinen Fall sind Massagen zu empfehlen, weil diese das geschädigte Gewebe nur noch weiter reizen.